Jerusalem

Jerusalem muss man einmal in seinem Leben gesehen und erlebt haben. Diese magische Stadt ist nicht irgendeine Stadt – es ist die heilige Stadt in Israel. Viele heilige Stätten von gleich drei Weltreligionen liegen dicht beieinander – zum Beispiel die Klagemauer, die Grabeskirche und die Al-Aqsa-Moschee. Seit vielen tausend Jahren ist Jerusalem Sehnsuchtsort für Pilger und Schauplatz der Geschichte. In der historischen Altstadt leben Christen, Juden, Muslime und Armenier dicht beieinander.

Wenn Ihr noch eine Reise nach Tel Aviv plant, dann solltet Ihr unbedingt unseren Beitrag hierzu lesen: Tel Aviv – Die bunteste und flippigste Stadt im Nahen Osten

Free Walking Tour durch Jerusalem

Um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen, empfiehlt sich die Free Walking Tour durch die Altstadt. Diese findet jeden Tag um 11 und um 14 Uhr statt. Treffpunkt ist immer am Jaffa Gate. Die Tour dauert 2 Stunden und führt vorbei an der Klagemauer, den vielen Kirchen, Moscheen, Museen und historischen Gebäuden. Man bekommt einen super Überblick über die verschiedenen Viertel der Altstadt und Kulturen. Die Tour Guides liefern dabei spannendes Hintergrund- und Expertenwissen. Am Ende zahlt man so viel, wie man möchte. Ein angemessenes Trinkgeld sollte allerdings immer drin sein.

Free Walking Tour in Jerusalem


Das armenische Viertel

Das armenische Viertel befindet sich an der südwestlichen Ecke der Altstadt und ist das kleinste Viertel. Hier lebten vor knapp 10 Jahren circa 2.400 Armenier. Sie bildeten die kleinste Bevölkerungsgruppe der vier Quartiere. Hier befindet sich auch die Jakobskathedrale – der Hauptsitz des Armenischen Patriarchats von Jerusalem. Die Armenier haben ihre Identität niemals aufgegeben und pflegen noch heute ihre Traditionen. Sie sagen selbst, dass sie weder Israelis noch Palästinenser sind. Sie sind als Minderheit immer neutral geblieben und sehen sich nicht als Teil des Konflikts zwischen den Fronten. Die Armenier sind ein ruhiges Volk und leben in den kleinen Gasse ohne Interesse an den Tourismus. Hier macht eben einfach jeder sein eigenes Ding. 

Das armenische Viertel in Jerusalem


Das muslimische Viertel

Das muslimische Viertel ist da schon etwas lauter, wilder und vor allem größer. Heute leben rund 22.000 Menschen in dieser Gegend. Das Viertel wird im Norden und Osten durch die Stadtmauer begrenzt. Im Süden zieht sich das Viertel bis zur Straße Tariq Bab el Silsila und im Westen bis zur Khan el Zeit. Im muslimischen Viertel herrscht große Armut, welche man bei einem Rundgang auch bemerkt. Die Häuser sind sehr einfach gebaut und teilweise heruntergekommen. Doch die Souks sind bunt, orientalisch und es herrscht oft ein reges Treiben. Auf dem Bazar vor dem Damaskustor gibt es frisches Obst, Gemüse, Gewürze, Brot und vieles mehr.

Im muslimischen Viertel gibt es viele Sehenswürdigkeiten wie z.B. die schöne St.-Anna-Kirche, die Via Dolorosa, die Geißelungskapelle der Franziskaner, das Kloster der Schwestern von Sion, das Stephanstor, Damaskustor und das Herodestor. 

Das muslimische Viertel in Jerusalem


Das jüdische Viertel

Das jüdische Viertel zählt zu den modernsten Vierteln. Das liegt daran, dass die Häuser noch sehr neu sind. Ein großer Teil dieses Stadtteils wurde nach dem Unabhängigkeitskrieg renoviert und neu erbaut. Im jüdischen Viertel leben rund 600 Familien. Hier gibt es viele hübsche Cafés und Restaurants, Galerien und ein paar Shops. Rund um den Hurva Platz ist immer etwas los. Eine schöne Ausstellung mit tollen Fotografien gibt es auf der „Cardo“. Diese ehemalige Hauptstraße aus römisch-byzantinischer Zeit ist noch immer hübsch anzuschauen.

Das jüdische Viertel in Jerusalem

Natürlich darf ein Abstecher zur Klagemauer nicht fehlen. Sie ist die heiligste Stätte des Judentums und blickt auf eine lange und bewegende Geschichte zurück. Früher war die Klagemauer die Westmauer des Jerusalemer Tempels. Alles wurde jedoch zerstört, nur eben die Klagemauer nicht. Sie ist ein Ort, an dem Gott zu den Gläubigen kommt. Juden hinterlassen hier kleine Zettelchen (Wünsche, Träume, Bitten etc.) und stecken diese in die Mauer. Sie glauben, dass Gott diese Nachrichten abholt.

Auf dem Platz befindet sich zudem der Klagemauer-Tunnel, welcher rund 480 Meter lang ist und die Entstehung Jerusalems zeigt. Außerhalb der Altstadt befindet sich das wohl kurioseste Viertel der Stadt – Mea Shearim. Hier leben die ultraorthodoxen Juden, welche sich sehr stark von der Außenwelt abkoppeln. Sie leben streng konservativ mit eigenem Verhalten, Regeln, Werten und Gewohnheiten. 

Klagemauer in Jerusalem


Das christliche Viertel

In der nordwestlichen Ecke der Altstadt befindet sich das christliche Viertel. Hier befinden sich 40 der im Christentum heiligen Orte. Das Viertel ist zwar kleiner als das muslimische, dennoch gibt es dort vieles zu entdecken. Die meisten Shops und Läden findet man in der Markstraße oder in der David Street. Ein absolutes Highlight ist der Besuch der Grabeskirche im Herzen des christlichen Viertels. Sie ist die heiligste Stätte der christlichen Welt. Kein Wunder also, dass jeden Tag viele Besucher und Gläubige diese Stätte besuchen. Dieses Bauwerk beherbergt zahlreiche Schreine und Kapellen. Auch befinden sich hier u.a. der Salbungsstein Jesu Christi, das Grab Jesu und auch der Golgathafelsen an welchem Jesu starb. 

Das christliche Viertel in Jerusalem

Eine tolle Aussicht auf Jerusalem hat man vom Turm der Erlöserkirche, südlich von der Grabeskirche. Auch vom Dach des Österreichischen Hospiz hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt. In diesem Viertel gibt es aber noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Kirche St. Johannes der Täufer, der Muristan, die Zitadelle, das Salvatorkloster und das Lateinische, das Griechisch-orthodoxe und das Griechisch-katholische Patriarchat.

Ausblick auf Jerusalem


Der heilige Tempelberg

In Jerusalem gibt es aber noch so viel mehr zu entdecken. Im südöstlichen Teil der Altstadt, gleich hinter der Klagemauer, befindet sich der heilige Tempelberg. Dieser gilt im Islam als die drittheiligste Stätte nach Mekka und Medina. Auf der südlichen Seite des Berges steht die wunderschöne al-Aqsã-Moschee, die drittwichtigste Moschee des Islam. Über der heiligen Stätte befindet sich der Felsendom, eine Art Schrein und Schutzgebäude. Nur Muslime haben uneingeschränkten Zugang zum Tempelberg. Außerhalb der Gebetszeiten kann man den Tempelberg zu bestimmten Zeiten zwischen Sonntag und Donnerstag besuchen.

al-Aqsã-Moschee


Der Ölberg von Jerusalem

Nicht weit vom Tempelberg entfernt, befindet sich der Ölberg (Olivenberg). Der Hügel ist ganze 800 Meter hoch und zählt zu den bedeutendsten Orten im Juden- und Christentum sowie Islam. Schon aus der Ferne sieht man die vielen jüdischen Gräber. Am Hang stehen Kirchen, von der Aussichtsplattform hat man einen wundervollen Blick auf Jerusalem und den Tempelberg.


Yad Vashem – das Holocaust-Museum

Wer genug Zeit hat und mehr über das Judentum erfahren möchte, der sollte das Yad Vashem – das Holocaust-Museum besuchen. „Yad Vashem ist ein Tor zur jüdischen Welt in Europa vor dem Holocaust, einer Welt, die nicht mehr existiert. Das Museum und alle Gedenkstätten sind frei zugänglich.“ Ein Besuch in Yad Vashem helfen, um die Israelis zu verstehen, ihre Geschichte und Helden, ihre Hoffnungen und Ängste. Beachten sollte man aber, dass man nach einem Besuch emotional etwas angeschlagen sein wird. Die Geschichte nimmt einen schon sehr mit.

Günstige Hotels in Jerusalem für Eure nächste Israelreise findet Ihr hier. 


Mahane Yehuda Markt

Außerhalb der Altstadt befindet sich der Mahane Yehuda Markt. Dieser Markt erstreckt sich zwischen Jaffa und der Agropas Street. Hier bekommt man Fisch, Fleisch, Gewürzen, Früchten, Gemüse, Backwaren, Klamotten und vieles mehr. Mehr als 250 Händler verkaufen hier auf über 1.000 Standmeter unter freiem Himmel ihre Waren.

Mahane Yehuda Markt in Jerusalem


Allgemeine Reiseinformationen

1. Einreise & Visum

Für deine Einreise nach Israel braucht man vorab kein Visum beantragen. Es reicht ein noch gültiger Reisepass. Vor Ort bekommt man eine Aufenthaltsgenehmigung von 3 Monaten. Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass die Ein- und Ausreise etwas Zeit kostet. Die Beamten vor Ort stellen sehr viele Fragen zur Ein- und auch Ausreise. Einen Stempel gibt es nicht mehr in den Pass. Besucher bekommen eine Ein- und Ausreisekarte, welche man gut aufbewahren sollte.

 

2. Anreise

Jerusalem hat keinen Flughafen. Die Anreise erfolgt über Eilat/Ovda im Süden des Landes oder über Tel Aviv. Mit dem Taxi oder Auto ist man in knapp 30 Minuten von Tel Aviv nach Jerusalem gefahren. Alternativ fahren auch die Busse der Firma Egged günstig und zügig nach Jerusalem. Die Busse fahren von morgens bis abends alle 15 Minuten vom Hauptbahnhof in Tel Aviv ab.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.