Lissabon ist eine wunderschöne bunte Stadt voller beeindruckender Architektur, grüner Parkanlagen, Springbrunnen und Gärten. Und sie ist wahrlich eine Stadt für Künstlerseelen. So verwandeln von Hand bemalte Keramikfliesen und so manches Wandgemälde die Stadt in ein buntes Mosaik aus Formen und Farben. Hier kann man mehrere Tage verbringen, meine ich, und staunen.

 

Trotzdem zog es  mich an meinem ersten und auch einzigen Tag in Portugal an einen ganz anderen einzigartigen und ebenso künstlerischen Ort. Nur etwa 25km westlich von Lissabon befindet sich, eingebettet in malerische grüne Hügel, die kleine verträumte Kleinstadt Sintra. Der Ort ist bekannt für seine majestätischen Parkanlagen und Jahrhunderte alten Paläste.

 

So bietet zum Beispiel der Parque da Pena Besuchern idyllische Wanderwege durch eine faszinierende Vielfalt tropischer Flora, die aufgrund des milden ozeanischen Klimas hier prächtig gedeihen kann. Verschlungene Wege führen durch eine hügelige grüne Landschaft und man kommt sich vor wie in einem Märchenwald.

 

Inmitten einer Anhöhe steht der Palácio Nacional da Pena, die ehemalige Sommerresidenz portugiesischer Königsfamilien. Es ist eines der bedeutendsten Bauwerke romantischer Architektur in Portugal. Der Palast wurde von Wilhelm Ludwig von Eschwege im Auftrag des späteren portugiesischen Königs Ferdinands II auf den Ruinen eines alten Klosters errichtet und vereint Baustile unterschiedlichster Art. Dieses Bauwerk ist einfach magisch.

 

Ich bin zutiefst berührt von seiner Schönheit, von den Formen und Farben und liebevoll gestalteten Details. Hier gibt es so viel zu entdecken, kleine Räume und Nischen, Aussichtsplattformen und Türmchen.

 

Die ehemals privaten Wohnräume der Königsfamilie befinden sich im ältesten Teil des Gebäudes, das zum ehemaligen Kloster gehörte. Sie befinden sich in einem originalen Zustand und sind voll ausgestattet, als hätten ihre Bewohner den Ort gerade erst verlassen.

 

Der Schlafsaal der Königin ist besonders schön. Die Wände bestehen hier aus einem aufwendigen mit Gold verzierten Stuckmuster. Ich fühle mich wie in einem verträumten Märchenschloss. Ich verlasse Sintra, Lissabon und letzlich Portugal mit einem Gefühl von glücklicher Inspiration und dem Bedürfnis, selbst wieder künstlerisch tätig zu werden – und bald wieder nach Portugal zu fahren!

 

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