Feurige Kap Verden – eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs, die kontrastreicher nicht sein könnte und mit ihrem einzigartigen tropischen Flair und kulturellen Mix verzaubert. ‚República de Cabo Verde‘ nennt sich der kleine afrikanische Inselstaat im atlantischen Ozean, nur knapp 500 km von der westafrikanischen Küste entfernt.

 

Die Naturräume der Inseln sind atemberaubend: Zerklüftete halbwüstenartige Gebirgslandschaften gehen über in feuchte Nebelwälder, fruchtbare grüne Täler, raue einsame Küsten und bezaubernde Strände. Von den 15 größeren Inseln sind neun bewohnt und trotz ihrer geographischen Nähe zueinander unterscheiden sie sich doch landschaftlich wie auch kulturell relativ stark voneinander. Jede der Inseln hat ihr ganz besonderes Highlight.

 

Seine Geschichte ist geprägt von Kolonialismus und Sklavenhandel, doch ungeachtet der düsteren Vergangenheit hat sich auf den Inseln ein einzigartiger Mix portugiesisch-afrikanischer Lebensarten und Kulturen entwickelt.

 

So ist Santiago die Insel mit dem stärksten afrikanischen Einfluss, São Vicente besitzt eine lebendige Musik- und Tanzszene, Santo Antão ist die grüne Insel, Fogo besitzt einen noch aktiven Vulkan, Sal und Boa Vista haben wunderschöne weiße Sandstrände. So können sowohl Naturliebhaber als auch sonnenhungrige Badeurlauber und tanzlustige Nachteulen auf den Kap Verden auf ihre Kosten kommen.

 

Die kleinen an den Küsten gelegenen Ortschaften haben viel Charme und bezaubern durch ihre bunten kreolischen Holzhäuser und von Palmen gesäumten Strandpromenaden. Sie wirken zum Teil wie kleine bunte Oasen inmitten der von Trockenheit geprägten vulkanischen Felsenlandschaften. 

 

Belebende Funaná-Rhythmen begleiteten meine kurze Taxifahrt vom Flughafen in Santiago ins Stadtzentrum von Praia. Ich bin endlich da, auf Santiago, der größten Insel der Kap Verden. Hier leben mehr als die Hälfte aller Kapverdianer. Wer traditionelle Märkte sehen möchte, ist in der geschäftigen Hauptstadt Praia genau richtig. Hier ist es bunt, laut und lebendig. Auf dem Open-Air-Markt Mercado de Sucupira mit seinen labyrinthartigen Gängen im Viertel Várzea, findet man allerlei Dinge des täglichen Bedarfs von Kleidung und afrikanischen Stoffen über Gemüse, frischen Fisch, bis zu Haushaltsgeräten und Musik… Es dauerte nicht lange, da wurden wir während unseres kleinen Stadtbummels von ein paar netten Leuten neugierig in einen Hauseingang gewunken.

 

Im nächsten Moment hatten wir auch schon ein Gläschen Grogue in der Hand, den traditionellen Zuckerrohrschnaps der kapverdischen Inseln und diskutierten eifrig, wer wohl in dieser Saison Fußballweltmeister werden würde. Schnell wurde klar, dass das Thema Fußball kein Zufall war. Wir waren doch tatsächlich im Haus des Vaters von Lúcio Antunes gelandet, des Trainers der kapverdischen Fußballnationalmannschaft! Dieser war zwar selbst gerade gar nicht da, dafür zeigte uns aber sein Vater stolz die zahlreichen Fotos. Ein schöner Start in einem neuen Land für mich.

 

Kommentare

    Susa

    Liebe Olga, das klingt ja spannend. Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht auf Santo Antao, der Wanderinsel der Kapverden. Die Menschen sind so herzlich und gastfreundlich, obwohl sie wirklich in einfachen Verhältnisse leben. Das hat mir am besten gefallen an Cabo Verde. Die Lebensfreude und die Musik und das Motto „No Stress“. Wir waren auf 4 Inseln und jede ist anders und überall gibt es etwas zu entdecken. Die Stände auf Sal und Santiago sind natürlich auch toll. Sag mal, weist du noch was das für Fische sind auf deinem Foto? Ist das Thunfisch oder Barracuda?

    09/01/2019 at 9:02 pm

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