Mongolei – der Freiheit entgegen reiten

Wer sich nach Abenteuer fernab der Zivilisation sehnt, ist in der Mongolei, genauer, der Wüste Gobi, absolut richtig. Auf den Spuren von Dschingis

MongoleiKhan, dem kühnen Eroberer, reitet man hier durch endlose Steppenlandschaften, über Sanddünen, passiert einzigartige Felsformationen und Seeufer, kann Schafe, Wölfe, Füchse, Geier, Antilopen und Wildpferde in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Hebt man den Blick, zeichnen sich am meist wolkenfreien Horizont  die mächtigen Altai-Berge mit ihren vereisten Gipfeln ab. Und das beste Daran: die Reise in diese ferne, andersartige Welt ist gar nicht so aufwendig. Bucht man einen Flug vom Flughafen Frankfurt oder Berlin über Peking nach Ulan Bator ist man insgesamt, inklusive Zwischenstopp, etwa 15 Stunden unterwegs.

Der Ankunftsort Ulan Bator ist auch der Ausgangspunkt für die geführte Reittour von Pegasus Reisen. Nach einem Tag im Hotel fährt ein Minibus alle Teilnehmer nach Holboo, wo die Pferde schon auf ihre Reiter warten. Dann geht es los, acht Tage lang wird die einmalige Wüstenlandschaft gen Osten über Elsen Hudag, die Region Ushing und Arburd Sands auf dem Pferd erkundet. Kamele tragen das Gepäck, übernachtet wird ganz traditionell in Zelten oder Jurten Camps einheimischer Nomadenfamilien. Auch unter den Begleitern sind Einheimische, die die mongolische Lebensweise authentisch vermitteln können.

Um an dieser Tour auf mongolischen Kleinpferden teilzunehmen, muss man kein Reitexperte sein. Es reicht, wenn man die Grundgangarten beherrscht. Das Tempo ist meist gemächlich, kein Tagesritt ist länger als 30 Kilometer. Und die Gruppengröße liegt zwischen zwei und maximal zehn  Personen, ist also recht überschaubar.

Mit 250 Sonnentagen im Jahr wird die Mongolei auch „The Land of the Blue Sky“ genannt. Stetige Winde sorgen dafür, dass sich keine Wolkendecke lange hält. Da es in der Wüste im Sommer aber sehr heiß wird, empfehlen sich die zweite Augusthälfte und der September als Reisemonate. Das Klima um diese Zeit ist angenehm für Reiter und Pferd. Warme und wetterfeste Kleidung sowie ein gut isolierender Schlafsack sind aber dennoch ein Muss, denn nachts können die Temperaturen schonmal bis auf den Nullpunkt sinken.

Island – im Tölt durch eine mystische Welt

IslandGlasklare Binnenseen, mächtige Vulkane, bizarre Lavalandschaften und einmalige Lichtverhältnisse verleihen der Vulkaninsel Island ihren ganz eigenen Zauber. Bei nur etwa 300 000 Einwohnern bestehen große Teile des Landes bis heute aus unberührter Natur. Besonders Stolz sind die Einheimischen auf ihre Island-Pferde, die als einzige den gemächlichen Tölt, eine vierte Gangart beim Reiten beherrschen. Bei diesen besonderen Pferden, verwundert es nicht, dass die Auswahl an Reiterreisen riesig ist. Die meisten Touren sind so organisiert, dass die Teilnehmer vom Flughafen in Reykjavík aus eine problemlose Anreise zum jeweiligen Reiterhof haben. Ein Direktflug von Berlin oder Frankfurt in das schöne Reykjavík dauert etwa dreieinhalb Stunden und bei frühzeitiger Buchung sind die Chancen gut, einen günstigen Flug zu erwischen.

Eldhestar ist mit 300 Pferden einer der größten und bekanntesten Reiterhöfe Islands. Die dort angebotene klassische Route macht es wie kaum eine andere Tour möglich, die Magie der Südinsel zu entdecken. Vom „Tal des Pferdes“ im Hengill-Gebiet aus passiert man zunächst die Ufer des Binnensees Thingvallavatn in Richtung Thingvellir. Anschließend überquert die Gruppe  die Hochheide Lyngdalsheidi und das Gebiet um den großen Geysir. Über das Hochland reitet man vorbei am  beeindruckenden Wasserfall Thjófafoss, um am Ende der sieben Tagen auf dem Pferd den Vulkan Hekla zu erreichen, den Einheimische auch das „Tor zur Hölle“ nennen. Übernachtet wird während der Tour in einfachen Holzhütten – der Schlafsack muss also mit ins Gepäck. Eben rustikaler Charme statt Luxus!

Am Tag können bis zu neun Stunden geritten werden, das heißt, ohne eine gewisse Übung und Ausdauer im Reiten, ist diese Tour eher nicht zu empfehlen. Wer Angaben zur  Gruppengröße wünscht, sollte sich bei der Buchung direkt an Eldhestar wenden. Generell sind Reiterreisen nach Island aber sehr gefragt und nur eine frühzeitige Buchung kann die Teilnahme sichern.

Was dringend zu beachten ist: Die Behörden von Island nehmen den Schutz vor ansteckenden Tierseuchen sehr ernst. Daher sind  die Einfuhrregeln, was das Reitzubehör angeht, recht streng: Die Reitkleidung muss chemisch gereinigt, Reitstiefel müssen unbenutzt oder desinfiziert sein, Handschuhe, Riemen oder Sattel aus Leder dürfen gar nicht eingeführt werden. Eventuell empfiehlt es sich daher, das Reitzubehör vor Ort zu leihen.

Richtig heiß wird es in Island nicht, aber die Sommermonate warten in der Regel mit angenehmen Reittemperaturen auf. Ende Juni bis Ende August ist das Wetter am schönsten. Gerade im Juli können einige Landstriche aber von Touristen überlaufen sein – der Juni oder die zweite Augusthälfte sind daher als Reisezeiträume optimal.

USA – hier weckt man den Cowboy in sich

Amerika, das Land der Extreme und unbegrenzten Möglichkeiten – auch in Bezug auf

Reiterreisen. Je nach Laune, kann man mit dem Pferd in Wildwest-Manier vorbei an riesigen Kakteen durch heißen Sand galoppieren, über Gebirgspfade in den Rocky Mountains oder saftig grüne Wiesen in weitläufigen Tälern traben. All das natürlich am besten inklusive Cowboy-Hut, um USA Cowboysdas Western-Gefühl perfekt zu machen. Weil sie das Reiten mit einmaligem Badespaß verbindet, zählt die Tour durch Colorado zu den schönsten USA-Routen. Ausgangspunkt ist der Flughafen in Colorado Springs. Bucht man Flüge von Deutschland aus muss man in der Regel einen oder sogar zwei Zwischenstopps einlegen und mit einer Anreisedauer zwischen 16 und 22 Stunden rechnen. Aber der zeitliche Aufwand lohnt sich garantiert.

Diese Route bleibt fern der üblichen Touristenstrecken und bietet die Möglichkeit auf eher versteckten Pfaden die einmalige Berglandschaft Colorados für sich zu entdecken. In der unberührten Wildnis von Sangre de Cristo kann man Falken, Adler, Elche, Bären und Rotwild sehen und sich von der einmaligen Pflanzenwelt und dem Gebirgspanorama bezaubern lassen. Übernachtet wird im Zelt und allabendlich sorgt der Guide für ein großes Lagerfeuer, an dem alle Gäste verköstigt werden. Das Highlight der sechstägigen Tour: Im San Luis Valley campt die Gruppe direkt bei den heißen Quellen. In dem glasklaren, warmen Wasser kann zu jeder Zeit gebadet werden – eine schöne Art sich vom Ritt des Tages zu erholen. Und selbst im oft eher prüden Amerika ist auch Nacktbaden erlaubt – wenn man möchte, versteht sich.

Eine gewisse Ausdauer wird benötigt, um über die Gebirgspfade zu reiten, aber ein Profi muss man nicht sein für diese Tour. Mehr als sechs Stunden am Tag sitzt man nicht im Sattel. Und es wird ausdrücklich erwähnt, dass auch Anfänger willkommen sind, die nur Grundkenntnisse besitzen. Der Guide gibt den Teilnehmern während der Tour Tipps für das Reiten im Gebirge. Mit vier bis maximal acht Personen werden die Gruppen klein gehalten. So kann auf jeden Reiter und seine Bedürfnisse eingegangen werden.

Bester Reisemonat ist der August mit einer Durchschnittstemperatur von angenehmen 20 Grad. Nachts kann es bis zu 12 Grad abkühlen, daher sind ein guter Schlafsack und warme Kleidung auch hier Pflicht. Und als Sonnenschutz für den Tag und stylisches Accessoire für’s Lagerfeuer natürlich eines nicht vergessen: den Cowboy-Hut!

Costa Rica – Hoch zu Ross durch das Paradies

Costa RicaKaum ein anderes Fleckchen Erde bietet sich mehr an, um mit dem Pferd auf Erkundungstour zu gehen. Costa Rica ist ein tropisches Paradies und bietet auf engstem Raum eine gigantische Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Ein Viertel des Landes besteht aus unberührter, geschützter Natur. Farbenprächtige Orchideen und Schmetterlinge, Papageien, einsame Traumstrände und freundliche, offenherzige Menschen. Und mit einem PS hat man auch genug Zeit und Muße, alles auf sich wirken zu lassen und nichts von der Schönheit zu verpassen. Da lohnt sich die weite Anreise. Eine lange Reisezeit muss man hier nämlich in Kauf nehmen. Die Flüge von Deutschland aus zum Flughafen San Jose auf Costa Rica dauern zwischen 14 bis hin zu 40 Stunden, inklusive ein oder auch zwei Zwischenstopps.

Am Flughafen San Jose angekommen, holt ein Transferbus die Gäste ab und bringt sie direkt zum Hotel am Playa Hermosa an der Pazifik-Küste. Vom Hotel aus werden die Teilnehmer dann zur Esterillos Ranch gefahren. Dieses Ranch-Ressort von Discovery Horseback Tours wurde mehrfach ausgezeichnet und gilt als die beste Adresse für Reiterferien auf Costa Rica. Die Auswahl an Routen ist groß, daher empfiehlt sich hier, je nach Laune, an Tagestouren teilzunehmen. Eine Route führt über offenes Weideland in den Regenwald hinein zu einem Wasserfall mitten im Dschungel. Dort besteht die Möglichkeit, ein Schlammbad in dem vulkanischen Heilschlamm zu nehmen. Mann kann aber auch ins Gebirge reiten, exotische Tiere wie Affen und Nasenbären beobachten und die atemberaubende Aussicht genießen. Oder man galoppiert mit seinem Pferd an weißen Sandstränden dem Sonnenuntergang entgegen. Jeder, wie er will.

Wer lieber mehrere Tage am Stück wanderreiten möchte, kann direkt beim Veranstalter nach aktuellen Angeboten oder einer vorab buchbaren Kombination aus den verschiedenen Tagestouren fragen. Übernachtet wird auch auf längeren Touren in vom Veranstalter ausgewählten Hotels. Der Schlafsack kann also zuhause bleiben. Dafür sind ausreichender Sonnenschutz und Badekleidung ein Muss.

Die geführten Touren eignen sich auch für Reiter mit Grundkenntnissen, länger als fünf Stunden wird am Tag nicht geritten. Die Gruppen bestehen maximal aus acht Teilnehmern, beim Strandritt sogar nur aus vier. Wer möchte, kann vor Ort auch an einem Reitkurs teilnehmen.

In Costa Rica herrscht tropisches Klima, das heißt es gibt eine Trocken- und eine Regenzeit. Wenn man sicher gehen will, nicht nass zu werden und nicht mit hoher Luftfeuchtigkeit kämpfen zu müssen, bietet sich die Zeit von Ende Dezember bis April zum Reisen an. Wer aber gerne im Sommerurlaub verreisen möchte, sollte im Juni aufbrechen, da sind die Regenfälle noch nicht ganz so häufig. Um niedrige Temperaturen muss man sich an der pazifischen Küste aber zu keiner Zeit wirklich Sorgen machen. Kälter als 14 Grad wird es so gut wie nie.

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