1. Do Yoga – 15 Minuten täglich reichen schon aus

Maren Schulz empfiehlt trotz allem, die Weihnachtszeit mit üppigerem Essen zu genießen, da es kulturell einfach dazugehöre. Sie ist auch der Ansicht, in unseren Breitengraden dürfe man im Winter ruhig mal ein, zwei Kilo mehr haben. Wer jedoch trotzdem mit guten Vorsätzen ins neue Jahr starten und sich wieder wohler fühlen möchte, dem legt sie Yoga ans Herz: „Sicher schafft es nicht jeder jeden Tag eine ganze oder zwei Stunden zu praktizieren, aber 10-15 Minuten am Morgen oder am Abend können schon einiges bewirken.“

Mit dem Sonnengruß am Morgen entspannt in den Tag starten
Mit 15 Minuten Yoga am Morgen entspannt in den Tag starten

2. Do it at home – wirkungsvolle Übungen für Nicht-Profis

Keine Angst, man muss kein langjähriger Yogaprofi sein. Maren stellt einige einfache Übungen mit großer Wirkung vor, die jeder, nachdem sie in einer Yogastunde erlernt wurden, regelmäßig zu Hause ausführen kann: „Eine schöne Übungsfolge für den Morgen ist der Sonnengruß, sehr Kreislauf anregend und den ganzen Körper aufweckend. Für alle, die abends runterfahren und entspannen wollen, empfehle ich eine regenerierende Yogapraxis. Vorbeugende Übungen – im Stehen die Wirbelsäule nach vorne aushängen lassen – sind eine schöne Möglichkeit, das Nervensystem zu beruhigen und zur Ruhe zu kommen. Ebenfalls wirkungsvoll: sich auf den Rücken legen, das Becken heben und in eine kleine Schulterbrücke gehen. Danach würde ich von der Rückenlage noch einen Twist machen und die Knie von der einen zur anderen Seite senken.“

3. Be strong – Yoga ist mehr als Gewichtsverlust

Yogaübungen werden bewusst und meist langsam ausgeführt. Ist es dann überhaupt möglich, abzunehmen? Maren erklärt, dass Twists, also Drehübungen, die man im Sitzen, Liegen oder Stehen machen kann, den Körper wunderbar unterstützen. Auch Umkehrhaltungen, bei denen die Beine und das Becken höher kommen als das Herz, unterstützen den venösen Rückstrom des Blutes zum Herzen und regen letztendlich die Verdauung an. Trotzdem betont sie, dass Gewichtsverlust bei Yoga nicht im Vordergrund steht: „Es geht darum zu stärken, zu stabilisieren und die Beweglichkeit wiederherzustellen. Ziel ist es also nicht wie beim Bodybuilding Muskelberge aufzubauen, sondern eine funktionale Muskulatur. Das heißt, die stabilisierenden Muskeln sind sehr aktiv und  werden angeregt.“

Der Strand ist ideal zum Yoga-Training © Stefanie Preuin
Der Strand ist ideal zum Yoga-Training © Stefanie Preuin

4. Go to the beach – Yoga in der Natur ist gesundheitsfördernd

Maren Schulz schwärmt davon, Yoga in der Natur zu praktizieren. Als Yogalehrerin auf Sylt bietet sich natürlich der Strand perfekt an. Wer die Möglichkeit hat, bei schönem Wetter nach draußen zu gehen oder gar ans Meer, sollte dies tun. Denn viele Faktoren haben eine gesundheitsfördernde Wirkung und sind auch für den Geist ansprechend. Maren nennt die beruhigende Wirkung von Meeresrauschen und weist auf Jod und Aerosole in der Luft hin, die wir einatmen. „Sand regt ebenfalls sehr stark die Tiefenmuskulatur an. Und für alle Übungen im Sitzen, Stehen oder Knien ist das eine tolle zusätzliche Information für den Körper“, erklärt sie. „Im Studio haben wir auch Hilfsmittel, die wir am Strand gar nicht brauchen, da wir mit dem Sand selber Kissen formen können und den Körper in Positionen unterstützen, wo wir ihn höher lagern möchten.“

Meditation hilft die Seele zu befreien © Stefanie Preuin
Yoga bereitet den Körper perfekt auf die Meditation vor © Stefanie Preuin

5. Ommmm – Meditation verstärkt die positive Wirkung

Neben Yoga gibt es weitere Möglichkeiten, um die innere Balance wiederherzustellen. Maren empfehlt Massagen, denn sie ist überzeugt: „Berührung heilt und macht glücklich.“ Auch Meditation ist ein wichtiger Bestandteil, den sie in jede ihrer Yogastunden integriert: „Durch die Körperstellungen, die wir im Yoga einnehmen, bereiten wir den Körper auf die Meditation vor, damit er gut sitzen und wir in die Stille gehen können. Ich sehe in den Körperstellungen auch eine Möglichkeit, das Bewusstsein zu erweitern, indem wir unterschiedliche Blickwinkel und Perspektiven einnehmen. Es gibt im Yoga den Begriff Moksha – Befreiung der Seele, die durch die Praxis ursprünglich erreicht werden wollte. Dass Yoga auch gesundheitsfördernde Wirkungen hat, hat die Wissenschaft im Laufe der Zeit beweisen können.“

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