Miese Geschenke können die Laune drücken. Mit der richtigen Reaktion und Einstellung kann man die Weihnachtsstimmung aber problemlos retten.

Alle Jahre wieder Socken und Unterhosen, Werbegeschenkartikel oder drei mal ein Raclettegerät – die Video-Befragung des Expedia-Teams in der Londoner Zentrale zeigt, dass jeder schon einmal Erfahrungen mit unschönen Weihnachtsgeschenken gemacht hat – ob nun in Ungarn, Frankreich oder Deutschland. Also haben wir von Blog.expedia uns gedacht, wir nehmen uns dieses internationalen Problems an und hören uns nach Strategien um, wie man mit diesen misslungenen Überraschungen umgehen kann – ohne, dass die Weihnachtsstimmung baden geht.

1. Die Wahrheit in Watte packen

Wie sagt man? „Die Wahrheit wird euch frei machen.“ Im Falle unschöner Geschenke kann die unverblümte Wahrheit aber dazu führen, dass man just sehr viel Freiraum hat, weil der Schenker gekränkt das Zimmer verlässt. Deshalb versuchen die meisten, die Wahrheit in Watte zu packen und den Satz z.B. mit „An sich ist das ein schönes Geschenk und ich weiß, du hast dir was dabei gedacht, aber speziell für mich…“ anzufangen. Ziel ist, zu betonen, dass man den Wert der Geste schätzt, aber dass man ehrlich sein will, weil ein Geschenk ja nun mal echte Freude machen sollte. Mutige fragen im Zuge dessen auch gleich charmant nach dem Kassenbon für den Umtausch.

So offen sollte man seinen Frust besser nicht zeigen, wenn es harmonisch zugehen soll
So offen sollte man seinen Frust besser nicht zeigen, wenn es harmonisch zugehen soll

 2. Auf Zukunftsvisionen konzentrieren

Manchmal ist es gut, die Dinge nicht nur als das zu sehen, was sie sind, sondern als das, was sie sein können. Auch bei unguten Geschenken geben sich viele Zukunftsvisionen hin, um den Istzustand erträglicher zu machen. Anstatt drei schnöder Raclettegeräte, sieht man das Geld, das der Online-Verkauf derselbigen einbringen wird, oder die Freude, die man Menschen bei Tauschbörsen oder Spendenaktionen damit machen kann oder den Spaß, den man damit beim nach-weihnachtlichen Schrottwichteln hat. Gelingt das, muss man die Freude gar nicht mehr heucheln.

Socken als Geschenk? Da hört der Spaß für viele auf
Socken als Geschenk? Da hört der Spaß für viele auf

3. Kleine Lügen erhalten die Freundschaft

Die Mehrzahl unserer Befragten, heuchelt auch bei schlimmen Geschenken Freude – um des Friedens willen und weil man nicht undankbar erscheinen will. Dazu muss man ein fröhliches Pokerface aufsetzen, lächeln und ein überzeugendes „Wie schön, danke!“ von sich geben können. Den meisten gelingt das, indem sie an der Geste selbst festhalten und sich einfach darüber freuen, dass überhaupt an sie gedacht wurde. Außerdem schadet es ja auch in anderen Lebenssituationen nicht, die Kunst des falschen Lächelns für Notfälle zu beherrschen.

4. Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Wer den Frust rauslassen möchte, ohne zu direkt zu sein, wählt die humorige Variante. Kleine Seitenhiebe wie „ich denke, diese Unterhosen werden mein Liebesleben revolutionieren“ können die meisten Schenker wohl verschmerzen. Oft tritt dieses humorige Verhalten wohl gepaart mit dem Bemühen auf, sich die Situation bzw. das Präsent schön zu trinken. Kurzweilig vielleicht mit Erfolg, allerdings können die wenigsten Menschen im angeheiterten Zustand ein angemessenes Humorniveau halten.

 

Reagiert man gekonnt auf miese Geschenke, klappt's auch mit der Weihnachtsstimmmung
Reagiert man gekonnt auf miese Geschenke, klappt’s auch mit der Weihnachtsstimmung

 Fazit: Voraussicht ist besser als Nachsicht

Um diesem Dilemma zu entgehen, kommunizieren vorausschauende Menschen vorab, was sie sich wünschen oder nicht. Wie Anita B., die ihrem Liebsten gleich mitteilte: „Wenn du mir ein Haushaltsgerät schenkst, ziehe ich es dir über den Schädel.“ Besagte Haushaltsgeräte landeten übrigens in mehreren unabhängigen Studien zu dem Thema „ungeliebte Geschenke“ neben Krawatten, Socken und Süßigkeiten weit oben auf der Shit-List. Kleiner Tipp: Über einen Gutschein für eine Städtereise z. B. nach Casablanca oder eine Übernachtung in einem Wellnesshotel z. B. in Kühlungsborn würde sich unter unseren Befragten keiner beschweren. In diesem Sinne, ein Frohes Fest!

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