unheimlicher Korridor

Es gibt Orte, die einem einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen lassen. Orte, an denen seltsame Geräusche zu vernehmen sind und sich mysteriöse Zwischenfälle ereignen, die sich wissenschaftlich nicht begründen lassen.

All denjenigen, die getrieben von der Faszination des Unerklärlichen und fernab ihres rationalen Verstandes, gezielt nach diesen Orten suchen, denen habe ich hier eine kleine Auswahl mit den 13 unheimlichsten und vermeintlich heimgesuchtesten Orten dieser Welt zusammengestellt. Aber seid gewarnt, diese Orte sind nichts für schwache Nerven.

1. Aokigahara 青木ヶ原 (Der Selbstmordwald) – Koshu, Japan

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Am Fuße des Berges Fuji liegt der wohl bekannteste Wald Japans, Aokigahara. Mehr als 500 bestätigte Suizide, die hier seit den 1950ern stattfanden, verdanken Aokigahara seinen Spitznamen „Selbstmordwald“.

Im Jahre 1960 veröffentlichte der japanische Schriftsteller Seichō Matsumoto den Roman „Das schwarze Meer aus Bäumen“ (黒い樹海 Kuroi Jukai), eine tragische Liebesgeschichte über ein junges Mädchen, das in Aokigahara den Freitod sucht. Es wird gemunkelt, dass der Roman die Suizidwelle in dem Wald ins Rollen brachte.

Seit den 1970er Jahren hat sich Aokigahara zu einem so populären Ort des Sterbens entwickelt, dass die Regierung jedes Jahr Suchaktionen durchführt, um Leichen aufzuspüren und zu entfernen. Da sich der Wald jedoch über ein Areal von über 35 km² erstreckt und das Dickicht dunkel und schwer durchdringbar ist, ist es unwahrscheinlich, dass jedes Suizidopfer gefunden wird…

2. Haus Fühlingen – Köln, Deutschland

Im Haus Fühlingen in Köln ereigneten sich über Jahrzehnte  eine Serie an Todefällen und mysteriösen Suiziden.

Das Anwesen wurde 1884 erbaut und diente im zweiten Weltkrieg unter den Nazis als Schlaflager für Zwangsarbeiter. Einem der Bewohner wurde unterstellt eine heimliche Liebesaffäre mit der Tochter des Gutsbesitzer zu unterhalten und wurde daraufhin von der Gestapo verhaftet und in einer alten Ziegelei unweit des Hauses erhängt.

Anfang der 1960er Jahre lebte ein ehemaliger NS-Richter mit seiner Familie in dem Haus und erhängte sich scheinbar grundlos im zweiten Stock des Anwesens . Nachdem die letzte offizielle Bewohnerin des Hauses eines natürlichen Todes im Altersheim im Jahre 2000 starb, steht das Haus leer.

Besucher des Anwesens berichten von unerklärlichen Geräuschen, plötzlich auftretendem Verwesungsgeruch und anderen paranormalen Zwischenfällen.

3. Die Geisterinsel Poveglia – Poveglia, Italien

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Die kleine venezianische Insel Poveglia mag auf Luftaufnahmen hübsch und idyllisch aussehen, doch sie birgt ein düsteres Geheimnis und gilt als die „meist heimgesuchte Insel der Welt“. Zwischen 1793 und 1814 wurde Poveglia als Deponie für mehr als 160.000 Opfer der Pest genutzt. Tausende der Kranken ließen hier und auf den angrenzenden Inseln Lazzaretto Nuovo und Lazzaretto Vecchio ihr Leben und wurden in einem der unzähligen Massengräber der Inseln beigelegt.

1922 wurde auf Poveglia ein Sanatorium eröffnet. Gerüchten zufolge führte ein Arzt der Anstalt Lobotomien an seinen Patienten durch und quälte sie auf grausamste Art und Weise.

Das Krankenhaus wurde 1968 geschlossen, doch die Ruinen des Krankenhaus existieren bis heute noch. Es wird gesagt, dass die verlassene Insel von den Tausenden von gequälten Seelen heimgesucht wird.

4. The Stanley Hotel – Estes Park, Colorado

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The Stanley Hotel in Estes Park, Colorado gilt als eines der verfluchtesten Hotels in den USA und bot Vorlage für den Stephen King Bestseller Roman „The Shining“.

Das Hotel im Neokolonialstil bietet einen traumhaft schönen Panoramablick auf Lake Estes und die Rocky Mountains, jedoch wird auch behauptet, dass es in dem Hotel Haus seit Jahren spukt. Besonders berüchtigt für seine hohe Anzahl an paranormalen Aktivitäten ist Zimmer 217. Hier wurde unter anderem ein Hausmädchen gesichtet, dass die Koffer der Gäste auspackt.

Hartgesottene können eine Übernachtung in dem Stanley Hotel buchen und in Zimmer 217 einchecken. Das Hotel bietet im übrigen auch Geistertouren an.

5. Isla de las Muñecas (Die Insel der Puppen)- Xochimico, Mexiko

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Trotz seines Status als UNESCO Weltkulturerbe ist Xochimilco weniger bekannt für seine „Schwimmenden Gärten“, als für die Insel der Puppen.

Entlang des Kanalsystems, findet man etwas versteckt eine „Chinampa“ (eine künstlich angelegte, schwimmende Insel zur landwirtschaftlichen  Nutzung), auf der hunderte von verstümmelten Puppen und Puppenteilen von Bäumen herabhängen und auf dem Boden verstreut wurden.

Der mittlerweile verstorbene Bewohner der Insel fand eines Tages den toten Körper eines kleinen Mädchens. In der Hoffnung böse Seelen abzuwehren, sammelte und verstreute er daraufhin die Puppen.

6. Pflegeanstalt Waldniel-Hostert – Schwalmtal, Deutschland

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Die Pflegeanstalt Waldniel-Hostert in Schwalmtal blickt auf eine traurige und verstörende Vergangenheit zurück.

Einst als Schutzengelhaus der Franziskaner erbaut, wurde das Areal im zweiten Weltkrieg als Tötungsanstalt für geistig behinderte Kinder genutzt. Im Zuge der „Rassenbereinigung“ wurden in Waldniel-Hostert hunderte von Kinder mit dem Schlafmittel Luminal grausam ermordet.

1963 wurde das Gelände unter britischer Besatzung zur Kent School Hostert mit angrenzendem Internat umfunktioniert und bis 1991 genutzt. Seitdem steht der Komplex leer.

Berichten zufolge hört man auf dem Gelände und den leer stehenden Gängen häufig die lauten Schreie und das Weinen von Kindern.

7. Berg der Kreuze (Kryžių kalnas) – Šiauliai, Litauen

Der Berg der Kreuze im Norden Litauen ist seit Jahrhunderten ein beliebter Pilgerort.

Seit dem frühen 19. Jahrhundert bringen katholische Pilger Kreuze an diesen Ort, um für ein Wunder von Jesus zu beten. Es wird angenommen, dass der Berg mittlerweile aus über 100.000 Kreuzen besteht.

Auch wenn es sich hierbei vielmehr um einen heiligen, als einen düsteren Ort handelt, finde ich ihn doch etwas beklemmend.

8. Catacombe dei Cappucini – Palermo, Italien

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Kaum eine Katakombe mutet so bizarr an, wie die Kapuziner-Katakomben in Palermo. Nachdem im 16. Jahrhundert bekannt wurde, dass das Mikroklima in der Kapuzinergruft einen natürlichen Mummifizierungsprozess begünstigt, entwickelte sich das Begräbnis in der Katakombe zu einem Statussymol der lokalen Bevölkerung.

Dies hatte zur Folge, dass die Katakomben bis dato letzte Ruhestätte für um die 8.000 Verstorbene darstellt. Die Überreste wurden in unterschiedlichen Korridoren untergebracht, die unter anderem sortiert sind nach religiösen Figuren, Kindern und Jungfrauen.

Die Leichen wurden teilweise auf groteske Weise, wie Exponate einer Ausstellung arrangiert und bieten ein makabres Schauspiel.

9. Die Hängenden Särge von Sagada – Sagada, Philippinen

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Wer in Sagada die Toten besuchen möchte, der muss den Blick nach oben wenden. Die Region ist dafür bekannt seine Toten, statt in der Erde an der Seite der Klippen zu bestatten. Dieser Brauch geht auf eine zweitausendjährige Tradition zurück. Dem Glauben des Volkes der Igorot zufolge, sind die Verstorbenen auf diese Weise dem Himmel näher und können von dort aus über ihre Verbliebenen wachen.

Kein Sarg gleicht dem anderen, denn jeder Sarg wurde einst von der verstorbenen Person eigenhändig geschnitzt.

10. Das Tal der Puppen – Nagoro, Japan

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In dem kleinen japanischen Dorf Nagoro zeichnet sich ein einzigartiges und zugleich skurriles Bild ab. 35 Menschen wohnen hier an der Seite von 350 Vogelscheuchen.

Wie die meisten Dörfer, wurde auch Nagoro schwer von demographischem Wandel und Abwanderung getroffen. Einwohner zogen in Städte, um zu arbeiten und ließen hauptsächlich die ältere Bevölkerung zurück.

Um gegen die Einsamkeit vorzugehen begann eine Bewohnerin des Dorfes Verstorbene und Weggezogene durch lebensgroße Puppen zu ersetzen, die sie in Alltagssituationen inszeniert.

 

 

11. Bourbon Orleans Hotel – New Orleans, USA

Das Bourbon Orleans Hotel in New Orleans war einst Standort des historischen Orleans Ballsaal und Theaterund wurde im späten 18. Jahrhundert zu einem Kloster umfunktioniert. Eine Gelbfieberepidemie im 19. Jahrhundert kostete vielen Waisen, die sich in der Obhut des Klosters befanden, das Leben.

Gäste des heutzutage als Hotel genutzten Anwesens berichteten davon Kindergelächter in den Fluren gehört zu haben oder am Rücken des Hemdes gezogen worden zu sein. Wieder andere meinen einen blutigen konföderierten Soldaten und eine Frau im Ballsaal tanzen gesehen zu haben.

Wer gerne eine paranormale Erfahrung machen möchte, hat in dem Bourbon Orleans Hotel sehr gute Chancen auf seine Kosten zu kommen.

12. Screaming Tunnel – Niagara Falls, Kanada

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Viele Geschichten ranken sich um den Screaming Tunnel im kanadischen Niagara Falls. Jede erzählt von einem kleinen Mädchen, das in Flammen steht und im Tunnel ihren Verbrennungen erliegt.

Jedes Jahr kommen Menschen, die den Nervenkitzel suchen, in der Dunkelheit zu dem Tunnel und entzünden in seiner Mitte ein Streichholz. Der Legende nach wird das Mädchen von der brennenden Flamme so verängstigt, dass sie beginnt zu schreien. Durch ihren Schrei wird in dem sonst stillen Tunnel ein plötzlicher Windstoß ausgelöst, der die Flamme erlischt.

13. Stadt der Toten – Dargaws, Russland

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Dargaws mutet wie ein beschauliches Dorf aus dem Mittelalter an. Doch die vermeintlichen Wohnhäuser sind Grüfte, die eine Nekropolis bilden. Das ossetische Dorf ist die größte Nekropolis im Nordkaukasus. Die Ursprünge der Grabstätten reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück.

Noch heute meiden viele Einheimische die Stadt der Toten, denn den Mythen zufolge verlässt niemand, der Dargaws betritt den Ort lebendig.

Mehr skurrile Orte findet Ihr hier.

Kommentare

    Willy

    Ja ich war selbst mal dort. Aber mittlerweile wird es umgebaut. Was ich eigentlich ziemlich Schade finde. Bei der berühmten Bilder- Suche findet man noch gute alter Bilder von damals.
    Ich habe aber damals selbst welche machen können, weil mich die Geschichte zu den Gebäuden interessiert hat.
    LG der Willy

    18/10/2017 at 1:41 pm
      Mina Wu

      Der Umbau ist in der Tat etwas schade, weil es sich ja um einen so geschichtsträchtigen Ort handelt. Aber es ist gut, dass Du noch die Gelegenheit hattest alles mit eigenen Augen anzusehen und mit der Kamera festzuhalten.
      Ich seh gerade die Bilder von dem Operationssaal und muss sagen, dass mir doch schon sehr mulmig zumute ist. Respekt, dass Du Dich dort hingetraut hast.

      18/10/2017 at 3:37 pm
    Willy

    Es gibt noch die Heilstätten in Beelitz. Da denkt man sich auch, man ist live dabei bei einem Horrorfilm

    18/10/2017 at 11:13 am

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