Was ist ein ePass?

Der biometrische Reisepass, auch als „elektronischer Reisepass“ oder kurz „ePass“ bezeichnet, ist die Kombination aus papierbasiertem Reisepass und elektronischem Speicherchip. Dieser umfasst ein digitales Lichtbild sowie zwei Fingerabdrücke. Dieses Ausweisdokument wurde in Deutschland 2005 mit dem Ziel eingeführt, mehr Sicherheit zu gewährleisten. Der ePass enthält biometrische Daten, die verwendet werden, um die Identität eines Reisenden feststellen zu können.

ePass

Was macht den ePass so sicher?

Der elektronische Reisepass enthält einen sogenannten RFID-Chip, auf dem das Foto und die Fingerabdrücke der Zeigefinger des jeweiligen Reisenden in digitaler Form gespeichert sind. Zudem sind persönliche Merkmale aus dem Pass, beispielsweise der Name, das Geschlecht und das Geburtsdatum auf dem Chip hinterlegt. Ziel der Speicherung biometrischer Daten ist es, den Pass vor Missbrauch und Fälschung zu schützen.
Durch das maschinelle Auslesen der Daten kann laut Experten schnell festgestellt werden, ob ein Pass wirklich zu der Person gehört, die ihn vorlegt. Ein Abgleich der Fingerabdrücke ist dafür ausreichend. Mit dem ePass haben Reisende beispielsweise die Möglichkeit, die visumsfreie Einreise in die USA (ESTA) zu nutzen. Eine Fälschung wird durch den Chip erheblich erschwert. Die Daten werden stark verschlüsselt im ePass gespeichert und durch diverse Sicherheitsmechanismen geschützt. Der elektronische Reisepass kann nur ausgelesen werden, wenn das Lesegerät direkten Kontakt zum maschinenlesbaren Bereich des Dokuments hat. Somit ist es unwahrscheinlich, dass der im Koffer verstaute ePass von Datensammlern ausgelesen werden kann. Um die Fingerabdrücke auszulesen, wird zudem ein zertifiziertes Lesegerät benötigt, das vom passausgebenden Land autorisiert werden muss.

Wie lange ist der ePass gültig?

Die Gültigkeitsdauer des ePasses beträgt zehn Jahre. Personen unter 25 Jahren müssen das Ausweisdokument jedoch alle sechs Jahre erneuern.

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