Was ist ein Bed and Breakfast?

Wer ein Bed and Breakfast bucht, den erwarten auf jeden Fall Bett und Frühstück. Manchmal bekommt der Gast auch mehr, denn die Zimmer werden von Privatleuten angeboten, die sich individuell um ihre Besucher kümmern. In einem Bed and Breakfast gibt es keinen Massenbetrieb und es bleibt Zeit für Gespräche sowie Tipps zu Land und Leuten.

Bed and Breakfast

Woher kommt der Begriff Bed and Breakfast?

Der Name Bed and Breakfast, kurz B&B genannt, entstand in den englischsprachigen Ländern als Bezeichnung für Unterkünfte bei Privatpersonen, die neben dem Bett auch ein Frühstück anbieten, vergleichbar mit Privatzimmern im deutschsprachigen Raum. Die weltweit besten Bed and Breakfasts sollen sich laut Studien in Großbritannien befinden. Besonders verbreitet sind B&Bs in Irland und Schottland.

Was sind die Vorteile eines Bed and Breakfasts?

  • Eine günstige und familiäre Alternative zu oft teuren und unpersönlichen Hotels
  • Unterkunft in einem Privathaus und gegebenenfalls Einblicke in das Familienleben, zum Beispiel durch das gemeinsame Frühstück
  • Der zu entrichtende Preis bezieht sich allein auf Schlafplatz und Frühstück. Es müssen keine weiteren Services bezahlt werden.
  • Kein Massentourismus, kein Gedränge am Frühstücksbuffet
  • Direktes Kennenlernen von Einheimischen und ihrem Leben
  • Informationen und Tipps aus erster Hand durch den engen Kontakt zu den Gastgebern

Gästezimmer im Bed and Breakfast

Wodurch unterscheiden sich Bed and Breakfast und Hotel?

In allererster Linie unterscheiden sie sich durch den Service. Für einen Aufenthalt in einem B&B sind schließlich nur Übernachtung und Frühstück verabredet, aber keine tägliche Reinigung und regelmäßiger Wäschewechsel. Damit ist nur bei einem längeren Aufenthalt zu rechnen. Im Hotel hingegen werden täglich die Betten gemacht, das Bad geputzt, der Abfall beseitigt; es wird gesaugt und gewischt. Das wiederum schlägt sich im Preis nieder. Ein anderer großer Unterschied ergibt sich aus der Kapazität. Ein Hotel kann oft erst ab einer bestimmten Größenordnung und Zimmerstärke wirtschaftlich arbeiten. Dafür wiederum ist es auf Personal angewiesen, das meist im Schichtdienst arbeitet, weshalb keine vergleichbar familiäre Atmosphäre wie bei einem Bed and Breakfast entstehen kann.
Nicht zuletzt sind den meisten Hotels Restaurants angeschlossen und bieten auch Halbpension an, während ein B&B-Gast sich nach dem Frühstück selbst versorgen oder außerhalb seiner Bleibe speisen muss.

Was unterscheidet ein Bed and Breakfast von einem Hotel garni?

Die beiden Beherbergungsformen unterscheiden sich vor allem durch ihre Größe und den Service, oft auch durch den angebotenen Komfort, denn ein Hotel Garni kann sogar mit bis zu vier Sternen klassifiziert werden. Verbindend ist, dass es in beiden Einrichtungen lediglich Frühstück gibt. Aber auch ein Hotel Garni kann wegen der übersichtlichen Größe, des geringen Personals und des hausgemachten Frühstücks eine familiäre Atmosphäre ausstrahlen, die nichts mit der Anonymität großer Hotels gemeinsam hat.

Wie viele Zimmer hat ein Bed and Breakfast normalerweise?

Die Zahl der Zimmer ist vorrangig von der Kapazität der Gastgeber abhängig, denn sie empfangen ihre Gäste im eigenen Haus und manchmal – zum Beispiel auf einem Bauernhof – auch in Nebengebäuden. Oft vermieten die Quartierseltern nur ein Zimmer. In der Mehrzahl aber bieten sie zwischen zwei und fünf an, selten bis zu zehn Zimmer. Bei so vielen Zimmern wird der Aufwand für Privatpersonen, die die kleine Herberge bewirtschaften, ohne zusätzliches Personal zu hoch.

Hat man in einem Bed and Breakfast sein eigenes Badezimmer?

Auch wenn alles so privat wie möglich – und damit preiswert – ist, sind die Vermieter ständig interessiert, den angebotenen Komfort zu erhöhen. Das heißt, inzwischen verfügt die Mehrzahl der Unterkünfte über ein eigenes Badezimmer. Mitunter aber müssen sich mehrere Gäste ein Bad teilen, was aber meistens nur bei Bed and Breakfasts mit wenigen Zimmern der Fall ist. Im Zweifel unbedingt vor der Buchung nach den Modalitäten fragen!

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