Die Skyline von Philadelphia

Von vielen USA-Reisenden wird Philadelphia vor allem als Durchgangsstation geschätzt: Auf halber Wegstrecke zwischen New York und Washington D. C. gelegen, scheint die mit reichlich 1,5 Millionen Einwohnern zweitgrößte City der Ostküste für eine kleine Verschnaufpause wie geschaffen zu sein.

Dabei ist es durchaus empfehlenswert, mit einem etwas großzügigeren Zeitbudget in der Metropole am Delaware River einzuchecken – in der vielleicht geschichtsträchtigsten Stadt der Vereinigten Staaten artet ein Kurzurlaub schließlich schnell einmal in Arbeit aus.

Immerhin wurde in Philadelphia Ende des 18. Jahrhunderts nicht nur die Unabhängigkeitserklärung verfasst und proklamiert; an Ort und Stelle waren einstmals unter anderem auch die erste Börse, das erste Krankenhaus und die erste Universität der Neuen Welt zu finden.

Ungeachtet aller historischen Verdienste kommen in der größten Stadt von Pennsylvania jedoch beileibe nicht nur geschichtlich interessierte Besucher zu ihrem Recht: So klingt bereits in unseren Top 5 Tipps an, dass sich „Philly“ erfolgreich am Spagat zwischen Tradition und Moderne versucht.

Independence Hall in Philadelphia

Independence Hall und Liberty Bell

Mit der Independence Hall fühlt sich das größte Wahrzeichen der Metropole zunächst jedoch erwartungsgemäß allein den Gründervätern der Vereinigten Staaten von Amerika verpflichtet – in den geschichtsträchtigen Mauern wurde anno 1776 die Unabhängigkeitserklärung von England unterschrieben.

Sowohl für die Besichtigung der Independence Hall als auch der symbolträchtigen Liberty Bell ist im Übrigen ein frühes Erscheinen zu empfehlen. Angesichts der ebenso begehrten wie streng limitierten Tickets bleiben Langschläfer leider oftmals außen vor.

Constitution Museum

Nicht zuletzt aufgrund der historischen Bedeutung ist die Museumsdichte in der „Stadt der brüderlichen Liebe“ fast schon legendär: Namentlich rund um die Independence Hall wird das Erbe der einstigen Hauptstadt der Vereinigten Staaten liebevoll gepflegt.

Angemessen patriotisch geht es dann folglich auch in dem unmittelbar neben der „Unabhängigkeitshalle“ gelegenen Constitution Museum zu, in dem unter anderem ein kurzweiliges Theaterstück die Geschichte des Landes vermittelt.

Mural Arts Tour in Philadelphia

Mural in Philadelphia

Mural Arts Tour

Für ein erfrischendes kulturelles Gegengewicht zu dieser Geschichtsstunde wird vom Mural Arts Programm gesorgt, das bereits seit 1984 im städtischen Auftrag graue Wände mit meist modern angehauchten Gemälden verziert.

Wurde dieses Projekt einstmals als Anti-Graffiti-Initiative aus der Taufe gehoben, haben sich die mittlerweile 3.700 bemalten Flächen längst zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Eine geführte Mural Arts Tour trägt dafür Sorge, dass Besuchern kein Meisterwerk entgeht.

Philadelphia

Reading Terminal Market

Für Liebhaber der Gaumenfreuden stellt der Reading Terminal Market ein wahres Eldorado dar: Über 80 Imbissstände und zahlreiche Spezialitätengeschäfte halten nicht nur hungrige Gäste zu einer kulinarischen Weltreise an.

Selbst vom Heimweh geplagte Urlauber sollten sich hier jedoch besser den Griff zur natürlich original thüringischen Bratwurst verkneifen: In der Markthalle ist mutmaßlich auch das beste Philly Cheesesteak – ein mit Rindfleisch, Käse und Zwiebeln gefülltes Baguette – in ganz Pennsylvania zu haben.

Citizens Bank Park in Philadelphia

„The Linc“

In sportlicher Hinsicht ist Philadelphia besonders reich gesegnet: Von den Eagles (Football), den Phillies (Baseball) den 76-ers (Basketball) und den Flyers (Eishockey) werden sämtliche Nationalsportarten abgedeckt.

Wenngleich der Erfolg aller vier Mannschaften nach dem Geschmack vieler Einheimischer etwas zu oft zu wünschen übriglässt, macht doch erst der Besuch einer der Spiele den Städtetrip komplett – so kommen Fans der NFL oder MLB an einer Visite des Lincoln Financial Field oder des Citizens Bank Park selbstredend nicht vorbei.

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UNSER TIPP FÜR PENNSYLVANIA: URLAUB BEI DEN AMISCH IN LANCASTER!

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