Clearwater Beach

Ein glattes Kontrastprogramm zu den gemütlichen Orten oder ruhigeren Inseln in Floridas Südwesten bieten euch die Städte Clearwater oder Saint Petersburg. In Clearwater, beziehungsweise im Strandparadies Clearwater Beach, gibt es alles was eine Touristenhochburg haben muss: Von Hotels über Souvenirläden und Restaurants, bis hin zu Einkaufsmöglichkeiten und zahlreichen Freizeitaktivitäten. Sollte euch der Trubel auf den Straßen oder am Strand zuviel sein, könnt ihr den feinpudrigen Sandstrand von Clearwater Beach übrigens auch fernab der riesigen Hotels über kleinere Strandzugänge erreichen und an etwas ruhigeren Plätzen in vollen Zügen genießen.

Clearwater

Vom Clearwater Beach am Golf von Mexiko geht es für euch in rund 40 Minuten nach Saint Petersburg, an die Meeresbucht Tampa Bay. Benannt nach einem adeligen Exil-Russen solltet ihr euch Saint Petersburg unbedingt im Rahmen einer kleinen Sightseeingtour ansehen. Dank des St. Pete Trolleys bekommt ihr schnell einen Eindruck und seht einige der sehenswertesten Stadtecken, die ihr euch anschließend in Ruhe zu Fuß ansehen könnt. Dazu gehört nicht nur der Hafen, an dem zahlreiche Yachten vor Anker liegen, sondern auch der Stadtkern und das berühmte Dalí Museum.

Clearwater Beach in FloridaRestauranttipps gibt es vom ortskundigen Trolley-Fahrer übrigens gratis. Das Beste ist, die Fahrt kostet nur einen Dollar. Weitere Tipps für einen Tag in Saint Petersburg sind der botanische Garten „Sunken Gardens“, mit einer riesigen urwaldähnlichen Pflanzenvielfalt die zum Teil über 100 Jahre alt ist. Aber auch das „John & Mable Ringling Museum of Art“, des früheren Zirkusdirektors John Ringling ist einen Besuch wert, vor allem wenn euch europäische Kunst interessiert.

Für einen kleinen Snack ist Mazarro’s Italian Market perfekt. In dem Markt gibt es ein vielfältiges Angebot an italienischem Wein, Pasta und süßen Leckereien zu entdecken. Am besten ihr holt euch eines der reich belegten Sandwiches oder Panini an der Theke und genießt euer Essen draußen, zum Beispiel am Hafen, oder ihr legt hier einfach einen Stopp an der Espresso Bar ein und schlemmt dazu eine leckere Süßspeise.

Postkartenmotive: Strände und Palmen, wohin das Auge reicht

Saint Petersburg in FloridaVon Saint Petersburg gelangt ihr über die Interstate 275 South auf einen langen Brückenabschnitt, der euch über die Tampa Bay führt und euch eine herrliche Aussicht auf das in der Sonne glitzernde Wasser bietet. An Land angekommen geht es von Bradenton aus zielstrebig in Richtung Westen auf die bezaubernde Anna Maria Island. Auf der 12 Kilometer langen und rund vier Kilometer breiten Insel ist gleich alles wieder ein bisschen langsamer und weniger hektisch. Kostenlose Trolleybusse bringen die Einheimischen und Touristen ganz stressfrei zum Strand oder dem nächsten Café. Auf der Tampa-Bay-Seite gibt es ganz im Norden der Insel am North Bay Boulevard teils nahezu leere Strandplätze sowie zahlreiche Sitzmöglichkeiten mit Tischen. Hier könnt ihr eure Mittagspause perfekt zwischen Palmen und Sand einlegen.

Anna Maria IslandAuf der anderen Seite, am Holmes Beach und dem Golf von Mexiko, ist der Strand noch feiner sowie deutlich breiter und vielleicht auch ein bisschen schöner. Allerdings müsst ihr hier, was Parklätze angeht schon etwas mehr Glück haben und unbedingt auf die Schilder mit „Public Beach Access“ achten, denn einige Häuser versperren euch den direkten Zugang zum Strand. Lecker essen oder einen Drink schlürfen könnt ihr übrigens, direkt am Strand und mit einem super Blick auf’s Wasser, im „Anna Maria Island Beach Cafe“. Am Bradenton Beach, der sich in der Inselmitte befindet, gibt es größere Parkplätze und zahlreiche Souvenirshops. Allerdings müsst ihr hier die Inselidylle auch mit etwas mehr Menschen teilen.

Fort Myers BeachDas gilt ebenso wie für den kilometerlangen Fort Myers Beach, für den ihr von Anna Maria Island etwas mehr als zwei Stunden Richtung Süden fahren musst. Hier gibt es, dank einiger Motels und Hotelanlagen, noch mehr Beach Action. Strandbars und Volleyballfelder sorgen auf dem riesigen Strandgebiet für den ultimativen Freizeitspaß. Besonders schön könnt ihr am Beach lange Spaziergänge auf dem weichen, weißen Sandstrand machen und abends den wundervollen Sonnenuntergang genießen.
Muscheln sammeln könnt ihr hier natürlich auch. Noch etwas besser geht das aber am Bowman’s Beach auf der bezaubernden Insel Sanibel. Diese liegt schräg gegenüber von Fort Myers Beach und ist über mehrere Brücken gut erreichbar. Auf der Insel fahrt ihr über dicht bewachsene Straßen, vorbei an wunderschön angestrichenen Häusern und zum Teil riesigen Anwesen die ihr, versteckt durch Palmen und Sträucher, manchmal nur erahnen könnt. Wenn ihr die Insel gen Norden hochfahrt, folgt über einen schmalen Pass die Insel Captiva. An deren Spitze erreicht ihr, quasi als Ziel der Fahrt, einen kleinen Parkplatz der für Badegäste geöffnet ist, die kein Hotelzimmer oder ein Haus mit direktem Strandzugang haben. Glück hat, wer hier noch einen Platz ergattern und sich anschließend ins Wasser stürzen oder die Sonne genießen kann.

Sanibel CaptivaZum Abschluss eures Roadtrips an der Südwestküste Floridas solltet ihr auch in Richtung Fort Myers Stadt fahren. Besonders schön ist die Strecke auf dem Mc Gregor Boulevard, einer langen mit Palmen gesäumte Prachtallee, von der ihr einen Blick auf imposante Villen erhaschen könnt. Der berühmte Erfinder Thomas Edison ließ seinerzeit die Palmen pflanzen, die heute am Straßenrand herrschaftlich emporragen. Sein ehemaliges Winterdomizil, mit botanischem Garten und Labor könnt ihr euch dort ebenso anschauen, wie das Haus von Henry Ford, ein guter Freund Edisons und Kopf der bekannten Automarke. Unter der Sonne Floridas lässt sich eben viel erleben!

Tipps:

  1. Am besten lässt sich die Südwestküste von Florida mit einem Mietwagen bereisen. Den Wagen bucht ihr am besten vor der Reise von zu Hause aus, z.B. auf Expedia.de, da das normalerweise günstiger ist. Das Auto holt ihr dann am entsprechenden Mietwagen-Terminal ab, der sich entweder direkt im Flughafen oder in Airport-Nähe befindet.
    2. Wenn ihr für ein Navigationssystem im Auto nicht extra draufzahlen möchtest, könnt ihr euch unter Google Maps bereits zu Hause oder in den amerikanischen Hotels mit WLAN-Zugang sogenannte Offline-Karten der zu bereisenden Gebiete runterladen und diese anschließend auf der Fahrt als Navi im Auto nutzen.
  2. Da es in den Städten oder in Strandnähe häufig nur bezahltes Parken gibt, solltet ihr immer genügend Münzen oder kleine Geldscheine sowie die „Licence Plate“ eures Autos für die Einzahlung und Eingabe am Parkautomaten parat haben.
    Ebenso lohnt sich für eine längere Floridarundreise der „SunPass“. Den könnt ihr bei der Mietwagenfirma einfach dazu buchen. Einige Interstates und Highways in Florida sind nämlich kostenpflichtig. Mit dem SunPass wird das Befahren dieser Mautstraßen mithilfe eines Transponders im Mietwagen oder durch die Erfassung des Autokennzeichens am Ende der Reise abgerechnet und ihr müsst an den Bezahlhäuschen nicht immer anhalten.

 

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