Alte Landkarte

Was waren eigentlich noch mal die sieben Weltwunder? Die Große Pyramide, klar, und …, ähhh …, der Koloss von Rhodos, und …, ähem …, ja, was eigentlich noch? Trotz der ungebrochenen Anziehungskraft, die diese architektonischen Meisterwerke der Antike bis heute ausüben, kann wohl kaum jemand die Liste auf Anhieb vervollständigen. Um die Bauwerke, die Reisende seit vorchristlichen Zeiten faszinieren, in all ihrer Pracht ins Gedächtnis zu rufen, präsentieren wir die Sieben Weltwunder mit einer Reihe von klassischen Reisepostern und entführen Euch damit auf eine kleine Zeitreise.

Taschenuhr im Sand

Die Faszination der Antike

Selbst angesichts der Meisterleistungen der modernen Architektur (man denke nur an den Burj Khalifa in Dubai oder das Viadukt von Millau) üben die sieben Weltwunder der Antike noch immer eine besonders fesselnde Wirkung aus. Vielleicht einfach, weil wir uns an glitzernde Hochhäuser und kilometerlange Brücken gewohnt haben und es mit den Hilfsmitteln der modernen Technik gar nicht allzu besonders erscheint, dass die Menschheit heutzutage derartige Bauwerke hervorbringt. Doch wie um alles in der Welt gelang das in der Antike, als es weder Internet noch computergestützte Architekturprogramme gab?

Insbesondere im Hinblick auf die modernen Hilfsmittel, die Architekten zur Verfügung stehen, erscheint die Leistung der antiken Baumeister und ihrer Arbeiterschar geradezu spektakulär und erntet bis heute größte Bewunderung. Dass sieben grandiose Bauten aus vorchristlichen Zeiten der Menschheit besonders im Gedächtnis geblieben sind, haben wir einigen antiken Schriftstellern zu verdanken, die quasi die ersten Reiseführer der Geschichte verfasst haben.

Altes Tagebuch

Wie entstand die älteste Bucket List der westlichen Welt?

Der griechische Geschichtsschreiber Herodot von Halikarnassos, der im 4. Jahrhundert vor Christus lebte, war der erste, der in seinen Historien eine Reihe von spektakulären Bauwerken und Standbildern der damaligen Zeit erwähnte. Allerdings waren zu seinen Lebzeiten noch gar nicht alle Bauten, die später als Weltwunder der Antike Geschichte schreiben sollten, errichtet worden, sodass seine Liste später um weitere Architekturwunder ergänzt wurde.
Die bis heute bekannten sieben Weltwunder der Antike gehen zurück auf den phönizischen Schriftsteller Antipatros von Sidon, der in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts vor Christus einen Reiseführer für Vorderasien und den Mittelmeerraum verfasste. Wie es sich für einen Reiseführer gehört, umfasste Antipatros‘ Werk auch eine Topliste der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten der damals bekannten Welt. Dass diese Liste unbedingt sieben Punkte umfassen musste, liegt an der Bedeutung dieser Zahl im antiken Verständnis, denn die Sieben galt damals als Inbegriff der Vollkommenheit.

Liste
Wohl auch durch die festgelegte Anzahl von Sehenswürdigkeiten wurde die Liste von sieben Weltwundern in der Folgezeit zum fixen Begriff, die von vielen verschiedenen Schriftstellern aufgegriffen wurde. Je nach Autor wurden im Altertum und Mittelalter auch alternative Bauwerke wie beispielsweise das Kapitol in Rom oder die Hagia Sophia in Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) in die Liste aufgenommen, doch im Gedächtnis der Menschheit blieben vor allem die von Antipatros ursprünglich genannten sieben Weltwunder.

Von A wie Artemistempel in Ephesos bis Z wie Zeus-Statue in Olympia: die komplette Liste

Wenn Ihr jetzt verständlicherweise wissen wollt, welche Bauwerke denn nun eigentlich auf der ominösen Liste der sieben Weltwunder der Antike standen, dann findet Ihr in unserer Serie „Lost Landmarks“ die vollständige Aufzählung. Dort werden die sieben Bauten und Standbilder anhand von stylishen Reisepostern und zusammen mit interessanten Hintergrundinformationen präsentiert. Viel Spaß beim Eintauchen in eine längst vergangene Zeit!

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