In der Stadt des Lichts findet man Schokolade an jeder Straßenecke.

Konditoren und Feinschmecker strömen in Scharen nach Paris, eine Stadt, in der das Verkaufen von Schokolade ein ernstes Geschäft ist. Paris kann sich mit den Namen einiger der bekanntesten Chocolatiers der Welt schmücken. Hier habt Ihr die Möglichkeit, Schokolade in jeder Variation zu kosten – egal ob in Form von Konfekt, Pralinen, Ganache oder anderen außergewöhnlichen Süßwaren. Die riesige Auswahl reicht von der Ducasse-Fabrik bis hin zu den Boutiquen von Pierre Hermé, also macht Euch bereit für einige Geschmacksexplosionen …

Wir nehmen Euch mit auf eine schokoladige Reise durch Paris & zeigen Euch die 10 besten Orte zum Naschen! Et viola..

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Ein Besuch im Schokoladenmuseum

Um ein echter Schokoladen-Experte zu werden, beginnt Ihr am besten mit einem Besuch in einem Museum, das sich ganz der Schokolade widmet. Seit 2010 befindet sich das Museum im 10. Arrondissement von Paris und erklärt Besuchern alles Wissenswerte zum Werdegang einer Kakaobohne zur verkaufsfertigen Schokolade. Und natürlich könnt Ihr dabei auch ein paar Stücke naschen …

Ein Abstecher in die Schokoladenfabrik „La Manufacture de Chocolat Alain Ducasse“

 Erfahrt mehr über die Welt der Schokolade in der sogenannten „La Manufacture“, die der Sternekoch Alain Ducasse 2013 eröffnet hat. Dort können Ihr Euch in die Geheimnisse der Schokoladenherstellung und die Techniken des Chefchocolatiers Nicolas Berger einweihen lassen. Lasst Euch verzaubern!

Selbst Hand anlegen im Atelier C

Nutzt Euer neu erlangtes Wissen und versucht Euch bei der Schokoladenherstellung in einem vom Atelier C organisierten Workshop. Dabei könnt Ihr unter Anleitung von Küchenchef Christophe Berthelot-Sampic Eure eigene Schokolade, Ganache und sonstige Süßwaren herstellen. Und hinterher die schokoladigen Finger abschlecken …

Eine klassische heiße Schokolade bei Ladurée …

Die klassische heiße Schokolade hat eine unwiderstehlich geschmeidige Konsistenz und war während des 17. Jahrhunderts besonders beliebt am Spanischen Hof. Ganz im Gegensatz zu dem Kakaopulvergemisch, das man üblicherweise an kalten winterlichen Nachmittagen zu trinken bekommt, ist sie dickflüssig, cremig und hat einen vollmundigen Geschmack. Bei einem Besuch der welt-berühmten Patisserie Ladurée empfiehlt es sich, eine heiße Schokolade nach althergebrachtem Rezept zu probieren. Dieses zeitlose Getränk schmeckt inmitten des nostalgischen Charmes der Inneneinrichtung bei Ladurée besonders gut.

 … oder die experimentellen Zusammenstellungen von Jean-Paul Hévin

 Wenn Ihr Abenteuerlust verspürt und etwas Neues versuchen möchtet, solltet Ihr die „Chocolate Bar(re)“ von Jean-Paul Hévin aufsuchen. In diesem Mekka für Schokofans gibt es heiße Schokolade mit verschiedenen, ziemlich abgedrehten Geschmacksrichtungen wie Austern, Ingwer, Karotte, Rote Beete oder Spinat. Klingt gewöhnungsbedürftig – aber probiert es mal aus und lasst Euch von den überraschenden Zusammenstellungen überzeugen.

 Die Schoko-Skulpturen von Patrick Roger

Wenn man an den Geschäften von Patrick Roger vorbeiläuft, muss man unweigerlich stehen bleiben. Dieser Künstler und Chocolatier stellt kunstvolle Skulpturen aus, die vollständig aus Schokolade bestehen. Ob in Gestalt von Tieren, Früchten oder abstrakten Formen … 2010 formte er sogar einen zehn Meter hohen Christbaum aus Schokolade. Ein Genuss für Augen und Gaumen!

Der neue Stern am Pariser Schokoladenhimmel: Gilles Cresno

 Gilles Cresno ist relativ neu im französischen Schokoladenhandwerk und DER neue Liebling bei Schokoladenliebhabern. Er ist in den Außenbezirken von Rueil-Malmaison zu finden, was ihn bisher noch ein bisschen vor allzu großen Anstürmen schützt. Mit seiner meisterhaft aromatisierten Ganache hat der Schokoladenprofi ein echtes Alleinstellungsmerkmal gefunden. Der Abstecher aus dem Stadtzentrum hinaus lohnt sich!

 Die exotischen Einflüsse in der Pariser Chocolatier-Szene

In Paris sind nicht nur französische Chocolatiers erfolgreich. Das beweisen Pierre Marcolini aus Belgien und Sadaharu Aoki aus Japan. Der gebürtige Belgier bietet feine, hochwertige Schokoladensorten aus aller Welt an, die er selbst zubereitet. Der japanische Konditor kreiert originelle Kompositionen mit seinen Matcha-Macarons und seiner Milchschokoladen-Maracuja-Ganache. Zwei ganz verschiedene und ziemlich individuelle Stile!

Mit einem „Kosmik“ von Christophe Michalak durch die Straßen von Paris schlendern

Der rockige Konditor Christophe Michalak versteht es, sich mit spaßigen und ziemlich einfallsreichen Kreationen einen Namen zu machen. Ein gutes Beispiel für eine dieser modernen Kompositionen ist der „Kosmik“: ein kleiner Glasbehälter, der eine köstliche Mischung aus Gebäck und Creme enthält. Auch der „B52“ in seinem Laden in Marais ist absolut empfehlenswert. Er besteht aus einer Kaffee-/Baileys-Chantilly-Creme, einer dicken Schicht aus Sahne mit weißer Schokolade, einem Ahornplätzchen und knackigen Stückchen aus dunkler Schokolade.

Ein Ausflug zum Meister-Chocolatier Pierre Hermé

Wenn man in Paris das Beste vom Besten probieren möchte, kommt man an Pierre Hermé, dem Schokoladenprofessor und außergewöhnlichem Konditor nicht vorbei. Seine Schokolade begeistert die Kunden seit vielen Jahren und ist bekannt für ihre raffinierte Ästhetik, die gekonnt dezenten Aromen und überraschenden Geschmacksrichtungen. Die unübersehbaren Läden findet man in der Rue de Vaugirard oder der Rue Bonaparte.

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Rue Bonaparte Paris

 

Schokolade, beschrieben von großen Chocolatiers:

„Ich glaube, dass der Geschmack von Schokolade genau so vollmundig sein muss, dass man die gegensätzlichen Konsistenzen, den Überzug und die Geschmeidigkeit der Ganache genießen kann. Ich habe einen besonderen Bezug zur Schokolade: eine körperliche und eine leidenschaftliche Beziehung.“ 

Pierre Hermé, Konditormeister und unerschütterlicher Schokoladenliebhaber

Kurz vorgestellt: Jacques Genin, der Autodidakt unter den Pariser Chocolatiers

Jacques Genin hat eine ungewöhnliche Vorgeschichte, die man von jemandem aus dem kulinarischen Spitzensegment nicht erwarten würde. Er ist eine Ausnahmeerscheinung in der Welt der Pariser Schokoladenverarbeitung. Er begann seine berufliche Laufbahn im Alter von 13 Jahren in einem Schlachthof und machte dann langsame berufliche Fortschritte, indem er vom Mitarbeiter in einem Restaurant zum Restaurantbesitzer aufstieg. Mit knapp 30 Jahren kam er zur Schokoladenverarbeitung. Nach seiner Arbeit bei „La Maison du Chocolat“ richtete er 1996 sein eigenes kulinarisches Labor ein und beschloss, sich die hohe Kunst der Kakaoverarbeitung selbst beizubringen. 2007 eröffnete der Selfmademan schließlich seinen eigenen Laden in der Rue de Turenne. Seitdem überrascht er Schokofans mit Kreationen wie Kastanienhonig-, Rosmarin- und Koriander-Schokolade.

5 schokoladige Ereignisse und Entwicklungen, die Paris geprägt haben

1615: Anna von Österreich führt Schokolade am Hof von Ludwig XIII. ein.

1761: „À la mère de famille“, die erste Chocolaterie in Paris, wird eröffnet.

1977: Das bekannte „Maison du Chocolat“ wird in Paris eröffnet.

1995: Die erste Messe „Salon du Chocolat“ findet in Paris statt.

2013: „La Manufacture“, die Chocolaterie von Alain Ducasse, wird eröffnet.

 

Das Schokoladen-Eclair: eine Delikatesse aus Paris

Das zeitlose Eclair wurde im 17. oder 18. Jahrhundert von dem französischen Konditormeister Antonin Carême erfunden und ist bis heute das beliebteste Kuchengebäck in Frankreich. Diese Neuerfindung des „pain à la duchesse“ ist ein mit Konditorcreme gefülltes, fingerförmiges Stück Brandteig mit Fondantüberzug. „Eclair“ ist das französische Wort für „Blitz“ und der Name soll darauf zurückgehen, dass das Gebäck so gut schmeckt, dass es „schnell wie der Blitz“ im Mund verschwindet.

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