Die faszinierende Hauptstadt hat außer Döner und Currywurst auch schokoladige Gaumenfreuden zu bieten.

Nach einem Streifzug durch die geschichtsträchtigen Straßen Berlins, dem obligatorischen Selfie vor den Resten der Berliner Mauer und einem Besuch am Checkpoint Charlie könntet Ihr mit Sicherheit einen kleinen Zuckerschub gebrauchen. Wie gut, dass in Berlin absolut kein Mangel an Schokoladenversorgungsstationen herrscht. Schließlich ist das dunkle Gold die liebste Nascherei der Deutschen. Welche schokoladigen Hotspots Euch auf der Zunge zergehen werden, verraten wir Euch hier.

-Start-

Rausch – ein Haus aus Schokolade

Willkommen im Schokoladenparadies! Bei Rausch ist man ebenso traditionsbewusst wie innovativ der Schokolade verschrieben. Das 1918 gegründete Familiengeschäft betreibt ein Restaurant, ein Café und ein Geschäft, in denen alle schokoladigen Gelüste befriedigt werden – von innovativen Hauptgerichten mit Schokonote bis hin zu kunstvollen Skulpturen berühmter Bauwerke ganz aus Schokolade. Das Schokoladenparadies auf Erden findet Ihr seit 1999 am berühmten Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Probiert am besten mal die Schwarzwälderkirschtorte mit einer sahnigen heißen Schokolade. Wer braucht schon Abendessen?

Rausch Schokoladenhaus
Charlottenstraße 60, 10117 Berlin

Winterfeldt-Schokoladen

Mitten im Zentrum des vielfach unterschätzten Bezirks Schöneberg gibt es einen Ort, den sich Naschkatzen nicht entgehen lassen sollten: Den Winterfeldt-Schokoladen. Dieses Schokoladengeschäft hat 2009 ein neues Zuhause in einer alten, denkmalgeschützten Apotheke gefunden, deren historischer Charme den perfekten Kontrast zur dynamischen, modernen Hauptstadt schafft. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und bei einer der Kaffeekompositionen und handgefertigten Pralinen könnt Ihr die Hektik der Stadt für einige Momente vergessen.

Winterfeldt-Schokoladen
Goltzstraße 23, 10781 Berlin

Die leckere Bunte Schokowelt

Ritter Sport verfügt ja bekanntermaßen über viele verschiedene Geschmacksrichtungen, die in ihren fröhlich bunten Verpackungen stets zum Anbeißen aussehen. Und jetzt stellt Euch mal einen Laden vor, in dem Ihr Eure Lieblingszutaten zu einer neuen Geschmacksrichtung kombinieren könnt – egal wie ausgefallen – und die Wände von bunten Ritter-Sport-Quadraten geziert werden. Willkommen in der Bunten Schokowelt! Wie wäre es mit Cashew und Rosine, Fruchtbärchen und Knallbrause oder Honig, Salz und Mandel? Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt …

Ritter Sport Bunte Schokowelt
Französische Straße 24, 10117 Berlin

Schokolade und sonst nichts – Belyzium

Dieser kleine deutsch-kalifornische Chocolatier steht für puren Schokoladengenuss mit reinem Gewissen. Das junge Unternehmen hat sich ganz dem nachhaltigen Anbau, der ökologisch verträglichen Verarbeitung und dem fairen Handel von Kakaobohnen verschrieben und stellt daraus unverfälschtes Schokoladenglück her. Die in Belize und Kalifornien angebauten Kakaobohnen werden erst in Berlin frisch geröstet und zu eher dezent gesüßten Köstlichkeiten verarbeitet, die das einzigartige Aroma von feinstem Kakao tragen.

Belyzium Artisan Chocolate
Lottumstraße 15, 10119 Berlin

Ein Hauch von Frankreich in Friedrichshain

Ein französisches Flair umweht das charmante Café Olivia, das feinste Schokolade und noch feinere Tartes serviert. Die kreativen Kreationen sind so schön verziert, dass es manchmal richtig schwerfällt, hineinzubeißen. Aber wenn man einmal angefangen hat, kann man nicht wieder aufhören … Genießen könnt Ihr das köstliche Konfekt, die virtuosen Tartes und handbemalten Kekse entweder in dem niedlichen kleinen Laden, der selbst an eine duftende Pralinenschachtel erinnert, oder davor an den Tischen auf dem Trottoir unter der rot-weißen Markise. Dort könnte man glatt meinen, man sei in Paris und nicht in Berlin …

Olivia Schokoladen & Tartes
Wühlischstraße 30, 10245 Berlin

Für Selbermacher – Confiserie Mélanie

Seit über 70 Jahren verführt diese Confiserie die Berliner mit einem riesigen Angebot an feinsten Süßigkeiten. Und für alle, die sich selbst einmal in der hohen Kunst der Pralinenherstellung probieren möchten, bietet die Confiserie Mélanie interessante Patisserie-/Chocolaterie-Kurse an. Natürlich könnt Ihre Eure selbst hergestellten Kreationen anschließend genießen oder auch Eure Lieben damit beglücken, denn was wäre ein schöneres Mitbringsel aus Berlin als Schokolade?

Confiserie Mélanie
Grolmanstraße 20, 10623 Berlin

Berlin Fernsehturm

Wie Gott in Frankreich, äh … in Berlin – Christian Jossien

Die Berliner stehen nicht erst seit den Hugenotten auf alles, was Französisch ist. Kein Wunder also, dass der Meister-Konditor Christian Jossien aus der französischen Alpenregion Savoyen in der deutschen Hauptstadt so erfolgreich ist. Wobei die himmlischen Schokoladenkreationen in seinem Flagship-Store „Glaçon de Christian“ den Erfolg des Franzosen absolut rechtfertigen. Unbedingt probieren solltet Ihr dort die berühmten „Glaçons“, denen dieses Schokoladenparadies seinen Namen verdankt. Diese handgemachten Pralinen sind ein Traum aus Haselnusspaste, Kakaomasse, Kakaobutter, Milchschokolade, weißer Schokolade, Mandeln, Vanille und Puderzucker. Deshalb sagt man wohl „Leben wie Gott in Frankreich“ …

Glaçon de Christian UG
Jean-Jaures-Straße 21, 13469 Berlin

Kann denn Schokolade Sünde sein?

In der Chocolateria Sünde hat man den Sinn der Kakaobohne verstanden: „Schokolade ist Gottes Antwort auf Brokkoli“ steht dort auf den teuflisch guten Schokoladentafeln. Im gewollt altmodischen Charme dieses Geschäfts (gemütliche Sessel, religiöse Bilder an der Wand, alter Kachelofen usw.) könnt Ihr Pralinen, Schokokuchen oder eine dampfende heiße Schokolade genießen. Und zum Mitnehmen für Zuhause gibt es die schokoladig gefüllten Wundertüten oder den „Drama Bag for Women“ bzw. Men, mit dem Ihr jede Nervenkrise übersteht. Die charmante Besitzerin erzählt Euch übrigens gerne mehr über ihre sündigen Kreationen.

Chocolaterie Sünde
Oranienstraße 194, 10999 Berlin

Ein Stück vom Glück in der Chocolaterie Catherine

Wir Deutsche stehen ja auf Kuchen und je größer das Stück, desto besser. Die Chocolaterie Catherine hat das verstanden und zu einem ihrer größten Verkaufsschlager gemacht. Mit einem der hiesigen Kuchen- oder Tortenstücke könnt Ihr locker ein Mittagessen ersetzen. Dazu noch ein Macaron zum Nachtisch und eine heiße Schokolade zum Hinunterspülen und schon könnt Ihr auch getrost das Abendessen auslassen. Wir empfehlen übrigens den göttlichen Erdbeer-Schokokuchen und die „Mousse au Chocolat“-Torte.

Chocolaterie Catherine
Grünstraße 17, 12555 Berlin

Bittersüße Versuchung

Wenn Ihr auch der Ansicht seid, dass Milchschokolade etwas für Milchbubis ist, seid Ihr bei Hamann Bittere Schokoladen genau an der richtigen Adresse. Die traditionsreiche Schokoladenmanufaktur wurde in den 1920er-Jahren gegründet und hat sich seitdem der Perfektionierung verschiedener Kreationen aus dunkler Schokolade gewidmet. Bei einem Besuch in dem liebevoll und stilecht eingerichteten Laden könnte man glatt meinen, man sei zurück im frühen 20. Jahrhundert gelandet … Und auch die köstlichen Pralinen entführen Euch auf eine nostalgische Zeitreise, werden sie doch wie anno dazumal mit Liebe von Hand gefertigt.

Schokoladenfabrik Hamann
Brandenburgische Str. 17, 10707 Berlin

-ZIEL-


Eine süße Anekdote aus Berlin: Die Geschichte der Rosinenbomber

Im Jahre 1948 litt Westberlin unter der Blockade durch die Sowjetunion. 462 Tage lang versorgten die Westalliierten die vom Rest der Bundesrepublik abgeschnittenen Westberliner auf dem Luftweg mit Lebensmitteln und bildeten so die berühmte Berliner Luftbrücke. Der US-amerikanische Pilot Gail Halvorsen, der für die Verteilung der Nahrungsmittel verantwortlich war, begegnete bei Filmarbeiten im Sperrbereich zufällig einigen der hungrigen Westberliner Kinder. Er versprach ihnen, sie am nächsten Tag zu „bombardieren“ – mit Süßigkeiten. Halvorsen hielt sein Versprechen und ging als Rosinenbomber in die Annalen der Stadt ein.

Fünf schokoladige Ereignisse und Entwicklungen, die Berlin geprägt haben

1863: Heinrich Fassbender gründet das erste Schokoladengeschäft in Berlin.

1890: Die Familie Rausch eröffnet zunächst eine Konditorei, die sich 1918 zur „Privat-Confiserie“ weiterentwickeln und als „größtes Schokoladenhaus der Welt“ bekannt werden sollte.

1912: Gründung der Ritter-Schokoladenfabrik, die später die berühmte Ritter Sport erfinden sollte.

1926: Der Chocolatier Rausch entwickelt hauchdünne Schokoladentafeln, die sogenannten „hauchfeinen Täfelchen“.

1948: Der US-amerikanische Pilot Gail Halvorsen versorgt hungrige Westberliner Kinder mit einem süßen Regen.

Der heiß geliebte Kalte Hund – mehr Schokolade geht nicht

Dieser beliebte Kuchen ohne Backen besteht aus Butterkeksen, die mit einer Kakao-Kokosfett-Creme geschichtet werden. Klingt ziemlich einfach, ist aber raffiniert lecker. Abwechslungsreiche Alternativen sind zum Beispiel eine weihnachtliche Version mit Spekulatius- statt Butterkeksen oder die Verwendung von Zartbitter-, Weißer- und Vollmilchkuvertüre im Wechsel. Die ultimative Schokoladendröhnung!

NACH DER SCHOKO-TOUR ZUM GIG? DANN CHECKT DIESE VENUES AUS!

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.