Mallorca

Wer Mallorca im Frühling besucht profitiert nicht nur von günstigeren Preisen, sondern sieht die Insel auch zu ihrer Blütezeit. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Fünf Gründe weshalb der Frühling die beste Zeit ist, um nach Mallorca zu fahren:

1. Die Preise in der Vorsaison

Egal ob Flug, Hotel oder Mietauto – im Frühling kostet hier alles nur einen Bruchteil. Natürlich sollte man trotzdem rechtzeitig buchen. Mallorca wird von besonders vielen Billigfluglinien angeflogen, da gibt es oft unschlagbare Angebote.

Gerade in den Touristen-Dörfern wie Cala D’Or bemüht man sich die Betten mit attraktiven Angeboten zu füllen. Selbst wenn man normalerweise nicht der Typ für touristischere Orte ist, mit vielfältigem Unterhaltsangebot am Abend, kann man das gut nutzen als Basis für Erkundungstrips im Süden der Insel. Auch bei den Hotelpreisen werden Schnäppchenjäger fündig.Cala D'or
Für den Mietwagen haben wir bei unserer letzten Reise sage und schreibe nur 5€ pro Tag gezahlt, inkl. Versicherung. Darauf sollte man übrigens immer achten und auch auf penible Übergabeprotokolle, die jeden Kratzer auflisten, damit es keine bösen Überraschungen bei der Rückgabe gibt.
Tapas auf Mallorca
Einzig die Restaurants ziehen bei den Vorsaisonpreisen nicht so wirklich mit, aber schließlich ist man ja im Urlaub und die gute mallorquinische Küche sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen! Dazu zählt zum Beispiel die beliebte Vorspeise Pambol – Brot mit Olivenöl. Und meistens auch noch Tomate, Knoblauch, spanischer Jambon (Schinken) und mit etwas Glück Oliven aus dem eigen Garten. Zur Zeit rund um Ostern werden besonders viele Empanadas Mallorquinas verspeist. Diese süß oder salzig gefüllten Teigtaschen eignen sich ideal als Nachmittagssack. Sie sind zum Beispiel mit Pilzen, Gemüse, Fleisch oder Thunfisch gefüllt. In Sachen Wurstwaren ist Mallorca übrigens ein kleines Eldorado. Die Sobrasada de Mallorca ist beispielsweise eine Streichwurstspezialität, die von den Einheimischen heiß begehrt ist. Für Besucher ist sie meistens eher gewöhnungsbedürftig…

An die vielfältigen Tapas Angebote hingegen gewöhnt man sich ohne Probleme, da ist für jeden was dabei.
Pamoli - mallorquinische Spezialität

2. Wenig Touristen

Die meisten Bade- und Partygäste kreuzen erst im Sommer auf, bis dahin ist es schön ruhig. Einzig auf den Straßen kann es manchmal bunt zu gehen, wenn die Radfahrer aus verschiedenen Trainingslagern vorbeisausen.

Besonders die wunderschönen, blitzblau-türkisen Buchten im Süden sind in der Jahreszeit vor allem in der Früh oft menschenleer. Mit gutem Schuhwerk wird der Weg zu den Traumbuchten bei kühleren Temperaturen zu einer wahren Freude. Sollte es noch zu kalt zum Schwimmen sein, kann man immerhin trotzdem seine Füße im Meer abkühlen und den Ausblick genießen.

3. Warme Temperaturen

Sobald die Sonne rauskommt, kann es schnell sommerlich heiß werden. Natürlich gibt es kühlere Tage und auch Regen kann vorkommen. Das ist aber gut so, denn dann wird die Landschaft immer grüner und die Bauern freuen sich. Bei guten Windverhältnissen und viel Sonne kann man oft im Mai schon problemlos im Meer schwimmen. Allerdings sind die Cafes und Imbissbuden auf den kleineren Stränden dann noch nicht wieder geöffnet, d.h. man packt sich am besten seine Jause und gekühlte Getränke selbst ein.

Tipp für die Packliste: Selbst sonnigen Tagen herrscht manchmal noch ein kühler Wind, daher sollte man auf keinen Fall eine windfeste Regenjacke und bei empfindliche Ohren ein Stirnband vergessen einzupacken!

Buchten auf Mallorca

4. Perfektes Wetter zum Wandern oder Radfahren

Während es im Sommer selbst im Tramuntana Gebirge viel zu heiß zum Wandern wird, ist jetzt der ideale Zeitpunkt dafür. Am Weitwanderweg GR221 gibt es mittlerweile acht Refugi, in denen man teils sogar online ein Bett vorab reservieren kann.

Der Wanderweg selbst führt durch urige Dörfer und schließlich ins einsame Gebirge. Hier lernt man eine ganz andere Seite der Insel kennen, eine ruhigere Seite. Im Dorf Deià zum Beispiel ist man einerseits in den Bergen und andererseits gar nicht so weit vom Meer entfernt. Der kleine Supermarkt mit frischem Obst und Gemüse, sowie frischen Backwaren ist der perfekte Ort, um Proviant für ein Picknick einzukaufen.

Valdemossa

Auch die Rennradfahrer wissen die kühlere Jahreszeit in Mallorca zu schätzen. Und so sieht man sie oft in großen „Bulks“ die Straßen entlang ziehen, wobei man das lieber vom Straßenrand als aus dem Auto beobachtet. Denn die kurvigen Straßen in den Bergen sind oft bedenklich schmal für Überholmanöver.

Die wunderschöne Strecke ans Cap Formentor soll ua. wegen der hohen Unfallrate ab Sommer 2018 für private Autos gesperrt werden. Stattdessen soll es neue Shuttlebusse geben.

Cap Formentor

5. Die grüne Landschaft

Die Mandelblüte zwischen Januar und März färbt die Insel in ein sanftes weiß-rosa. Eine herrliche Jahreszeit um ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen.

Mandelbaumblüten

Etwas später im Jahr zwischen Februar und Mai tragen im Tal von Sóller die Bäume schwere eine Last. Jetzt werden die Zitronen und Orangen geerntet. Mit dem Zug kann man bequem von Palma nach Sóller fahren. Eine schöne Wanderung geht dann von Soller nach Port de Sóller über den mittelalterlichen Camí de Castelló und dann durchs Tal zurück zum Ausgangsort. Den Rückweg kann man auch mit der alten Straßenbahn antreten. Der alte Tren de Sóller ist eine Sehenswürdigkeit für sich!

Tram von Port de Soller nach Soller

Auf unseren Wanderungen habe ich außerdem viele wilde Kräuter gefunden und mitgenommen, wie z.B. Rosmarin oder Thymian. Der Geruch der Macchia ist in Mallorca ein ständiger Wegbegleiter und die mitgebrachten Gewürze erinnern mich heute noch an die Reise.

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