Montenegro

Längst ist der kleine Balkanstaat Montenegro kein touristischer Geheimtipp mehr: Ganz im Gegenteil. Wer in Kotor, das das UNESCO Weltkulturerbe Siegel trägt, eine Besichtigungstour starten will, der sollte frühmorgens damit beginnen. Am Vormittag nämlich gehen die Besucher, die mit den Kreuzfahrtsschiffen anreisen, von Bord und das kleine Kotor wird überschwemmt von Touristengruppen aus aller Welt.

Auch die schöne Bucht rund um Kotor ist UNESCO Weltnaturerbe, damit lohnen sich auch Besuche in den kleinen Städtchen in der Nähe des berühmten Fjords – nämlich Perast und Risan.

Aber überall gilt: Man ist längst nicht mehr alleine dort unterwegs, zumindest nicht in den schönen Sommermonaten.

Kotor - der größte Fjord südlich von Skandinavien.

Ganz im Westen der Bucht von Kotor sollte man Herceg Novie einen Besuch abstatten und sich dort erst mal in der „Gradska Kafana“, dem österreichisch anmutenden Kaffeehaus mit der atemberaubenden Terrasse einen Besuch abstatten, bevor man die Kirchen und das Fort besucht.

Weiter in der Bucht, in Perast, befinden sich soviel schöne Paläste, dass man sich ein bisschen vorkommt wie in Venedig – nur ohne Kanäle, dafür mit zwei vorgelagerten, fotogenen Klosterinseln.

Herceg Novi - vom Fort aus gesehen.

Herceg Novi - von der Terrasse des Kaffeehauses aus gesehen.

Perast - unbedingt einplanen! Fast noch schöner und ein bisschen ruhiger als Kotor.

Weiter an der Küste von Montenegro nach Westen

Von der Pass-Straße über Kotor hat man einen traumhaften Blick auf Tivat, den Küstenort der Schönen und Reichen – dorthin gelangt man am besten mit der eigenen Yacht. Etwas gemütlicher geht es dann schon in Budva weiter westlich an der Küste zu.

Aber auch hier gilt: Wer einen Parkplatz findet, hat gewonnen. Stari Budva – also die Altstadt von Budva – sollte man sich nicht entgehen lassen, doch die umliegende Stadt Budva ist fast so bevölkert wie Salzburg zur Festspielzeit.

Auf dem Weg nach Kotor

Die Bucht bei Tivat - von ganz oben gesehen.

Berühmt ist auch die Hotelinsel bei Sveti Stefan – eine gesamte Insel als Fünfsternehotel, auch das können sich nur die Betuchten leisten. Unsereins beobachtet die feine Hotelinsel von weiter oben im Dorf, etwa Abstand tut hier gut.

Aber die bodenständig kochenden Restaurants nahe der Promenade in Sveti Stefan, die sollte man sich nicht entgegen lassen. Über verwinkelte Stufen steigt man über Hinterhöfe und fast private Terrassen durch die Stadt hinunter und hofft dabei, nach dem Dinner wieder heimzufinden.

Sveti Stefan in Montenegro - eine Insel ist ein Hotel.

Bar ist eine Stadt, die ein wenig an die kroatischen Küstenorte zur Hauptsaison erinnert, das nahe Petrovac ist etwas pittoresker, aber nicht weniger belebt. Doch für ein Päuschen an der Promenade in einem Café unter Pinien sollte man in Bar schon anhalten.

Etwas hinter Bar liegt der alte, verlassene Ortsteil Stari Bar, der einen Besuch zur Erkundung und für einen guten montenegrinischen Kaffee lohnt.

Die montenegrinische Küstenstraße - immer wieder pittoreske Ausblicke.

Dann nähert man sich langsam der albanischen Grenze: Kurz vor Ulcinj werden die Minarette immer mehr und das Umland ändert ein wenig sein Gesicht: Nach dem belebten Ulcinj beginnt der 16 Kilometer lange Strand, der sich bis nach Albanien zieht.

So schön einzelne Küstenabschnitte in Montenegro auch sein mögen: Wer ein wenig ins Hinterland fährt und die Flüsse, Berge und Nationalparks besucht, erst der hat Montenegro wirklich erlebt.

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