David Eine wundervolle Welt

Wo Davids Liebe zur Fotografie entstand

Oft sagt man, wir lernen viel von unseren Eltern und übernehmen hier und da bestimmte Angewohnheiten von ihnen. Und genau so war es bei David.

Heute ist er preisgekrönter Fotograf, doch seine Liebe zu Fotos begann mit ein paar Spaziergängen in der Natur mit Mum und Dad. Seit er zum 18. Geburtstag seine eigene Kamera geschenkt bekam, hat er nicht aufgehört zu knipsen. Schnell wurde klar, dass David Talent und einen Blick für Details hat.

Seine Eltern reichten drei von Davids Bildern beim Fotowettbewerb „My Perspective“ der Down’s Syndrome Association ein und alle drei gewannen einen Preis.
Seitdem wurden seine Fotos bereits in New York ausgestellt, was sein Selbstvertrauen unglaublich stärkte.


Ist Davids Traum wahr geworden?

David hatte das Glück, an Orte wie Tansania zu reisen, wo er Geparden und ihre Jungen fotografieren konnte. Es gibt jedoch etwas, das er schon immer mehr als alles andere fotografieren wollte: die Polarlichter.

Die Familie ließ sich von unserer Website inspirieren und buchte die Reise ihres Lebens. Ab ging es nach Island auf die Jagd nach den Polarlichtern. Doch hatten David und seine Familie auch das Glück, die Polarlichter zu sehen?

Sieh Dir das Video an und finde es heraus!

Wie haben Sie Ihr Interesse am Fotografieren entdeckt? Und was hat Sie dazu angespornt, weiterzumachen?

Spaziergänge mit meinen Eltern. Papa bleibt immer stehen, um Käfer zu suchen und zu fotografieren, und Mama bleibt stehen, um Vögel anzusehen und zu fotografieren. Also wollte ich auch Fotos machen. Dann habe ich eine gute Kamera gekriegt und die Leute mögen meine Bilder. Das macht mich glücklich.

Haben Sie Profi-Tipps für angehende Fotografen oder solche, die auch gerne Schnappschüsse machen?

Viele Fotos zu machen. Manche davon werden schon gut. Das zu fotografieren, was man mag und einen interessiert. Sich nicht entmutigen zu lassen, wenn Bilder unscharf sind oder anders, als man dachte. Einfach weitermachen.

Welchen Rat würden Sie Leuten geben, die beim Verfolgen Ihrer Leidenschaften Hindernisse überwinden müssen?

Es weiter zu versuchen und alles zu geben. Nicht aufzugeben und wenn etwas zu schwer ist, nach einer anderen Art zu suchen, es umzusetzen. An Träumen und Hoffnungen festzuhalten, weil Träume wahr werden können.

Was macht für Sie das Besondere an einem Foto oder Schnappschuss aus?

Oft das Licht und die Farben. Ich mag Sonnenuntergänge und wenn die Sonne durchkommt, und Wasser. Wenn ich schöne Bilder von Tieren mache, vor allem Vögeln, das freut mich auch sehr. Ich mache viele Fotos von Vögeln aus der Entfernung, nicht als gute Bilder, aber so dass ich sie zu Hause bestimmen kann.

Welche Ausrüstung nehmen Sie immer auf Reisen mit? (Was für eine Kamera, andere Gegenstände für den Fall, dass sich eine gute Gelegenheit zum Fotografieren bietet)

Meine Canon EFS mit 18-55mm-Linse, meinen Preis vom Wettbewerb ‚My Perspective’ der DSA [Down Syndrome Association] von 2015 und meine 55-250mm-Linse, die ich zum Geburtstag bekommen habe. Außerdem Ersatz-Akku, Speicherkarten und Ladegerät. Und meinen Pass!

Wie war das, sich selbst im Fernsehen zu sehen?

Ich war aufgeregt, glücklich, stolz, selbstsicher.

Erkennen Sie die Leute, nachdem Sie in so einem bekannten Werbespot zu sehen waren?

Leute, die mich kennen, sind zu mir gekommen und haben mir gratuliert und im Bus haben ein paar Leute mit mir darüber gesprochen.

Hat das Ihren Spaß am Fotografieren noch mehr verstärkt?

Ja. Ich möchte jetzt noch an neue Orte reisen, um mehr Fotos zu machen.

Was ist Ihr nächstes großes Projekt?

Ich war gerade mit meinem Bruder Chris und unseren Freunden Josh und Nathan in Rom. Ich wollte die Stare und das Kolosseum sehen. Im Sommer fahren wir hoffentlich nach Norwegen.

Was sind Ihre Lieblingsplätze zum Fotografieren in York?

In York gefallen mir die Museum Gardens und das Flussufer. Ich mag auch das Münster und seine Fenster. Zu Hause (in Wheldrake) gefallen mir Skipwith Common, Wheldrake Woods und der Kanal.

An welchen Orten auf der Welt möchten Sie noch unbedingt Fotos machen?

Überall! Ich will die Orang-Utans auf Borneo sehen und Eisbären in der Arktis. Und die Galapagos-Inseln und Australien, einfach alles!

Wie haben Sie Ihre Leidenschaft fürs Fotografieren entdeckt?

Ich sehe mir einfach gerne Dinge an und mache gerne Fotos. Und es ist toll, wenn den Leuten meine Fotos gefallen und sie sich darüber freuen. Es war klasse, als ich den DSA-Wettbewerb ‚My Perspective‘ gewonnen habe. Ich war so aufgeregt und stolz. Und ich war froh, als Heart & Sold  meine Fotos mochten und sie ausgestellt haben. Sie haben vier Fotos von mir genommen und wir haben sie uns in der Ausstellung in New York angeguckt. (Heart & Sold wurde zur Förderung von Künstlern mit Down-Syndrom ins Leben gerufen.)

Wo sind Ihre Lieblingsfotos entstanden?

Die meisten habe ich im Urlaub gemacht, wo man viele neue Sachen und Orte sieht. Ich war in Schottland, Italien, Frankreich, Tansania, Amerika und Island.

Was würden Sie Leuten raten, die gerne großartige Erinnerungsfotos von ihrem Urlaub hätten?

Ganz viel zu fotografieren. Und dann zu Hause ein Album davon zu erstellen.

Erzählen Sie uns von Ihren drei Lieblingsfotos!

Nur drei auszusuchen ist schwierig. Ich mag einen Sonnenaufgang aus Island besonders, weil er aussieht wie ein Vulkanausbruch.

Mein Foto ‚Misty Minster‘ [Münster im Nebel], mit dem ich den Wettbewerb gewonnen habe. Das habe ich an einem kalten, nebligen Morgen aufgenommen, als ich mit meinem Pfleger Nick in York war. Es ist ganz blau und grau, kalt und stimmungsvoll.

Außerdem das Mohnfeld, das ich beim Spazierengehen mit Papa fotografiert habe. Es ist hell und fröhlich und macht mich glücklich. Es gibt mir das Gefühl, als könnte ich einfach in das Feld laufen und von Mohnblüten umgeben sein. Ich mag Blumen.

Mamas Lieblingsbild ist das von einer Gepardin und ihren Jungen, das ich in Tansania gemacht habe. Da habe ich viele Fotos von wilden Tieren gemacht, die mir gut gefallen und auf die ich stolz bin.

Wo haben Sie in Island am liebsten Bilder aufgenommen? 

Hinter dem Wasserfall war super, aber am besten war auf dem Gletscher. Das war kalt, dunkel und rutschig, aber ich habe das gar nicht richtig gemerkt, weil es so spannend war. Als man das Nordlicht dann sehen konnte, war das unglaublich und ich habe mich sehr gefreut.

 

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