Edinburgh

„Athen des Nordens“, „Stadt der sieben Hügel“, „Festival-Stadt“ oder auch die „Alte Verräucherte“ – das altehrwürdige Edinburgh besitzt viele Spitznamen und ein jeder steht für eines der besonderen Gesichter dieser in vielerlei Hinsicht so vielfältigen und bunten Stadt am „Firth of Forth“.

Wer einmal durch die engen, verwinkelten Gässchen der historischen Altstadt spaziert, erkennt sehr schnell die Parallelen zur antiken Hauptstadt Griechenlands. Unzählige historische Bauwerke und Sehenswürdigkeiten sind in beiden Orten zu finden und versetzen den Besucher wie in einem überdimensionalen Freilichtmuseum zurück in längst vergessene Zeiten. Auch die Lage auf sieben Hügeln erinnert unweigerlich an eine weitere geschichtsträchtige Stadt im Süden Europas, denn auch Rom erstreckt sich über sieben verschiedene Hügel. Doch Schottlands Hauptstadt besitzt ihren ganz eigenen Charme, der in dieser Form und Ausprägung weltweit kein zweites Mal zu finden ist.Ruinen in Edinburgh
Umgeben von einzigartiger Natur, geprägt von besonderen, prähistorischen und mittelalterlichen Spuren und weitreichend bekannt für einen kulturellen Reichtum aus Musik, Museen, Kunst und Theater.  Edinburgh mag zwar von der Anzahl der Einwohner hinter Glasgow liegen, doch hinsichtlich ihrer kulturellen und architektonischen Vielseitigkeit sowie ihrer historischen Bedeutung bleibt die Stadt an Schottlands Ostküste unerreichbar.

1. Musik, Tanz, Performance und Theater – jede Woche ein anderes Festival

Fringe Festival in Edinburgh

Ob Festival Fringe, International Film Festival, International Book Festival, Military Tattoo, Jazz and Blues Festival oder das traditionelle Hogmanay – in Schottlands zweitgrößter Stadt findet gefühlt jede Woche irgendwo ein Festival statt. Nicht umsonst hat sie den Spitznamen „Festival-Stadt“ verliehen bekommen. Die kulturelle Vielfalt ist groß und hält für wirklich jeden Kulturinteressierten etwas Passendes bereit. Abgesehen vom Hogmanay zählen alle oben genannten Festivals zum Edinburgh Festival, einem dreiwöchigen Kulturfest zwischen August und September.Military Tattoo EdinburghFoto Credit: Flickr

Freunde des bewegten Bildes sollten unbedingt das Film Festival besuchen, während Bücherwürmer und Leseratten auf dem International Book Festival im großen Fundus internationaler Autoren und Literaten stöbern dürfen. Musikalische Unterhaltung finden Besucher der Stadt entweder auf dem alternativen Jazz and Blues Festival oder aber auf dem traditionellen Military Tattoo. Dies ist Schottlands größtes Musikfestival und war ursprünglich einzig der Militärmusik gewidmet. Mittlerweile ist das Fest um zahlreiche weitere „zivile“ Tanz- und Gesangsdarbietungen erweitert worden. Unumstrittene Aushängeschilder sind jedoch nach wie vor die Auftritte der Dudelsackspieler und Trommler der Militärkapellen. Tänzerinnen der „Highland Spring Dancers“ begleiten die traditionelle schottische Musik mit ihren eindrucksvollen Tanzdarbietungen.

Einzigartige Performances und Aufführungen begegnen einem auch auf dem „Fringe“, das weltweit größte Festival der darstellenden Künste von Theater über Comedy bis hin zu avantgardistisch Experimentellem. Eine feurig-bunte und spektakuläre Lichtershow sowie ein Einblick in die Silvester- und Neujahrstraditionen der Schotten erhalten Besucher der Stadt am Hogmanay, dem Festtag zwischen Silvesterabend und Neujahrsmorgen.

2. „Trainspotting“ oder „Der Da Vinci Code“- die Stadt ist beliebter Drehort

Rosslyn Chapel in Ediburgh (Da Vinci Code)Edinburgh ist mit seinen kleinen Gassen, jahrhundertalten Kirchen und Kathedralen, seiner erhabenen Burg und weiteren historischen Monumenten und Bauwerken ein äußerst beliebter Drehort auf der Insel und bereits Kulisse verschiedener internationaler Filmproduktionen und Hollywood-Blockbuster gewesen.

Ob „Trainspotting“ oder auch der „Da Vinci Code“ – die Filmemacher wissen die Vielseitigkeit dieser Stadt zu schätzen. Besonders das mittelalterliche Flair der historischen Altstadt ist geradezu einmalig und daher auch perfekt als Filmkulisse in verschiedensten Historiendramen und Mittelalter-Epen geeignet.

3. „Arthur’s Seat“ – wunderschöne Panoramen und Aussichten

Arthur's Seat in EdinburghOb Sonnenaufgang oder –untergang – der Ausblick vom „Arthur’s Seat“ ist zu jeder Zeit atemberaubend. Der 251 m hohe Hausberg der Stadt ist vulkanischen Ursprungs und dank seiner markanten Form und Höhe eines der unumstrittenen Wahrzeichens der Stadt. Der Gipfel des „Arthur’s Seat“ bietet Euch einen traumhaften Panoramablick auf die Stadt und die angrenzenden Orte.

Forth Bridge in EdinburghDie mächtige Eisenbahnbrücke Forth Bridge, das Wasser des Firth of Forth, die zahlreichen kleinen Hügel der Southern Uplands und dichten Wälder der südlichen Highlands machen die Aussicht vom Arthur’s Seat einzigartig schön.

4. Von „Edinburgh Castle“ bis „Holyrood Palace“ – Die „Royal Mile“

Royal Mile in EdinburghInmitten der historischen Altstadt führt die „Royal Mile“ Besucher zu den imposantesten und eindruckvollsten Bauwerken und Monumenten der Stadt. Sie setzt sich aus den drei Straßen „Canongate“, „High Street“ und „Castle Hill“ zusammen und umfasst mit rund 1,8 Kilometern tatsächlich die Länge einer schottischen Meile. Ausgangspunkt ist die auf dem „Castle Rock“, dem Basaltkegel eines weiteren erloschenen Vulkans, gelegene Höhenburg.

Palace of Holyroodhouse in EdinburghWeitere Sehenswürdigkeiten sind die beiden im neugotischen Stil errichteten Kirchen, die ehemalige Highland Tolbooth Church sowie die „St. Giles Cathedral“. Wer mehr über die bewegte Geschichte der Stadt erfahren möchte, sollte unbedingt einen Abstecher in das sehenswerte Museum of Edinburg wagen. Den königlichen Abschluss der Meile bildet der „Palace of Holyroodhouse“, der seit den 1920er-Jahren die offizielle Residenz der britischen Königin in Schottland darstellt.

Ihr seid Fans des englischen Königshauses und wandelt gerne auf ihren Spuren? Dann könnte Euch dieser Artikel über die 5 königlichsten Orten in Großbritannien bestimmt auch interessieren.

5. Die geheime Straße im Untergrund – Mary King’s Close

Mary King's Close in EdinburghFoto Credit: Flickr

Dort, wo im späten Mittelalter die ärmeren und unterprivilegierten Bürger der Stadt ihrem Alltag nachgingen, beleben heute schummerige Lampen und geisterhaft wirkende Nebelschwaden die auffallend enge Gasse. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende kleine Gasse Mary King’s Close ist längst nicht mehr Bestandteil des heutigen Stadtbildes, sondern befindet sich direkt unterhalb der „Royal Mile“ im dunklen Untergrund der Stadt.

Mary King’s Close, auch „Stadt unter der Stadt“ oder „Peststraße“ genannt, galt zu Zeiten der Pest als „Brandherd“ der Epidemie, sodass die Stadtväter sich letztlich genötigt sahen die einst äußerst lebhafte Gasse an beiden Enden durch hohes Mauerwerk zu verschließen.

Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Stadt und auf der ehemaligen Gasse wurde das neue, moderne Gesicht der Stadt erbaut. Seit einigen Jahren kann „Mary King’s Close“ besichtigt werden. Es wird gemunkelt, dass es in der kleinen Gasse spukt und die Seelen der Pestopfer hier ruhelos umherwandeln.

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