Liège-Guillemins Bahnhof Belgien

Wer sagt, dass man beim Bahnfahren nur die schöne Landschaft aus dem Zugfenster bewundern kann? Auch beim Halt in Bahnhöfen bekommt man mitunter Spektakuläres zu sehen – denn die Bahnhofsgebäude europäischer Städte präsentieren nicht selten eine ziemlich beeindruckende Architektur. Von nostalgischer Bahnreiseromantik im Jugendstil über neogotische Backsteinbauten bis hin zu futuristischen Konstruktionen aus Glas und Stahl – wir stellen Euch die fünf schönsten Bahnhöfe Europas vor, an denen sich das Ein-, Aus- und Umsteigen besonders lohnt.

1. Der Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen, Deutschland

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Wer mit dem Zug in den Bahnhof der beschaulichen niedersächsischen Kleinstadt Uelzen einfährt, dem könnten schon mal die Augen übergehen: Schließlich landet man hier unvermittelt in einer kunterbunten Welt aus farbenfrohen Kugeln, fantasievollen Mosaiken und verschiedenfarbigen Säulen. Architekturfans erkennen sofort den charakteristischen Stil des Wiener Künstlers Friedensreich Hundertwasser, nach dessen Konzept der einst triste Bahnhof aus wilhelminischer Zeit in ein verspieltes Fest für die Sinne verwandelt wurde.
Die Umgestaltung erfolgte im Jahre 1999 als Projekt im Rahmen der Weltausstellung Expo 2000 und sollte neben der Optik auch die Umweltbilanz des Bahnhofs aufwerten: So sprießen heute auf den Dächern nicht nur Sträucher, sondern es wird mit Photovoltaikanlagen auch Strom erzeugt.
Übrigens empfiehlt sich im Bahnhof Uelzen sogar ein Besuch der Bahnhofstoilette – denn der fröhlich-bunte Stil Hundertwassers macht selbst ein WC zur Augenweide.

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2. Bahnhof Liège-Guillemins in Lüttich, Belgien

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Willkommen in der Zukunft! Der einst recht veraltete Bahnhof des belgischen Lüttich (auf Französisch: Liège) wurde 2009 nach dem Entwurf des spanischen Architekten Santiago Calatrava in ein futuristisches Gebilde aus elegant geschwungenem Glas und Stahl verwandelt. Dabei löste sich Calatrava von traditionellen Bahnhofskonzepten und verzichtete völlig auf eine klassische Bahnhofsfassade. Stattdessen gehen beim Bahnhof Liège-Guillemins die Innen- und Außenbereiche nahtlos ineinander über, und auch der Übergang von den Gleisen in die Innenstadt erfolgt direkt. Das dominierende Element des Bauwerks ist zweifelsohne das spektakuläre Dach, das aus 39 Stahlbögen besteht, die eine sanft geschwungene Kuppel wie eine gigantische Welle tragen.

Findet hier Reisetipps, mit denen eine Zugreise zum absoluten Kinderspiel wird: Entspannter Bahnfahren.

3. Bahnhof St. Pancras in London, England

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Der Londoner Bahnhof St. Pancras wurde 1868 als ein wahres Wunderwerk der viktorianischen Ingenieurskunst eröffnet und hat seitdem unzählige Züge ein- und ausfahren sehen – unter anderem die Eurostar-Züge, die London mit Paris verbinden. Der spektakuläre Bahnhofsbau aus rotem Backstein gilt als eines der schönsten Beispiele der neugotischen Architektur und erinnert im Inneren an eine riesige Kathedrale, die dank eines atemberaubenden Glasdachs von natürlichem Tageslicht geflutet wird. An diesem Londoner Bahnhof treffen viktorianische Romantik auf eine hochmoderne Infrastruktur, was einen bestechend reizvollen Kontrast schafft. Zur bloßen Durchreise eigentlich viel zu schade!

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4. Bahnhof Madrid Atocha, Spanien

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Wer nach längeren Bahnfahrten beim Umsteigen gern einen Abstecher ins Grüne unternehmen möchte, ist in Madrid Atocha genau richtig. Seitdem 1992 nämlich ein neuer Bahnhofsteil in Betrieb genommen wurde, befindet sich unter der beeindruckenden gläsernen Dachkonstruktion der ursprünglichen Bahnhofshalle ein tropischer Garten. Und nein, damit sind nicht ein paar vereinzelte Palmen gemeint: Rund 7.000 Pflanzen von etwa 400 verschiedenen Arten machen Madrid-Atocha zu einer grünen Oase, in deren Teiche sogar einige Schildkröten leben.

Verschiedene Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen im Grünen ein – also nehmt doch einen Moment Platz und bewundert die herrlichen Licht- und Schattenspiele, die durch das Dach aus Gusseisen und Glas entstehen.

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5. Bahnhof Budapest Keleti, Ungarn

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In den Wartehallen des Budapester Bahnhofs Keleti pu könnte einem schon mal der Gedanke kommen, statt an einem Umsteigebahnhof in einem repräsentativen Regierungsgebäude gelandet zu sein – so aufwändig ist die Innengestaltung. Die kunstvollen Fresken, eleganten Säulen, der opulente Stuck und die glänzenden Vergoldungen würden auch gut in eine Barockkirche passen. Tatsächlich aber prägt diese Pracht den wichtigsten internationalen Bahnhof von Budapest. Der von 1881 bis 1884 errichtete Kopfbahnhof galt einst als einer der modernsten Bahnhöfe Europas und bezaubert bis heute durch einen herrlichen Neorenaissancestil – insbesondere seit 1998 die schmucke Fassade liebevoll restauriert wurde.

Falls Ihr es jetzt gar nicht abwarten könnt, in den nächsten Zug zu einem dieser traumhaft schönen Bahnhöfe zu steigen, werft einfach mal einen Blick in die Bahn-Angebote auf Expedia.de. Dort könnt Ihr nicht nur Eure Bahntickets ganz bequem online buchen, sondern findet auch gleich noch die passende Unterkunft für Eure Reise.

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