Mal tief Luft holen, runterkommen und ausgiebig entspannen: Die nördlich von Berlin gelegene Uckermark ist prädestiniert dafür. Dort warten Naturschutzgebiete und kulturhistorische Bauwerke, eine dünne Besiedelung und damit viel Ruhe. Wie auch eine facettenreiche Draußen-Idylle zum Entdecken und zahlreiche Gelegenheiten zum Wandern, Radeln und Wassersporteln. Die seenreiche Region liegt in Brandenburg an der Grenze zu Polen, der nördliche Teil der Uckermark zählt zu Mecklenburg-Vorpommern.

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Weite, Wald und Wasser – dazu Kultur

Märchenhaft gelegen auf einer Halbinsel mit Park: Das weiße Schloss Boitzenburg im Neo-Renaissance-Stil ist eines der größten Schlösser der Uckermark. 1276 zum ersten Mal erwähnt und während der DDR als Erholungsheim genutzt, ist es heute ein Kinder- und Jugendhotel. Im baulich ebenso schönen Marstall mit Café und eigener Kaffeerösterei kann in Schaumanufakturen die Zubereitung von Schokolade, Eis und Torten miterlebt werden, außerdem finden dort regelmäßig Märkte statt. Wer sich amtlich erholen möchte, steigt in Lychen ab – das Städtchen ist staatlich anerkannter Erholungsort. Und bietet mittelalterliche Stadttore und die mächtige gotische Kirche St. Johannes, wie auch jährlich das Flößerfest. Nach einer Floßfahrt geht’s ab aufs Bike und den Uckermärkischen Radrundweg entlang nach Templin.

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Dreimal gut: Naturschutzgebiete rund um Templin

Auch Templin überzeugt neben seiner Naturtherme mit Geschichte: Die Altstadt mit barockem Rathaus und malerischen Fachwerkhäusern ist von der vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer mit 50 charakteristischen Wiekhäusern, Türmen und Stadttoren umrundet. Daneben steht hier das Entdecken seltener Tiere und Pflanzen, wie auch Baden und Kanu-Paddeln auf dem Programm: Templin liegt genau in der Mitte vom Naturpark Uckermärkische Seen, der Norduckermärkischen Seenlandschaft und dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. In letzterem sollte man es nicht versäumen, vom Biorama-Aussichtsturm in Joachimsthal – einem unter Denkmalschutz stehenden, ehemaligen Wasserturm – den Ausblick auf die Wald- und Moorlandschaft zu genießen. Bei guter Sicht ist sogar der Berliner Fernsehturm auszumachen. Die Villa neben dem Turm lädt als Galerie zu wechselnden Ausstellungen ein. Sehenswert: Als einzigartige Naturlandschaft ist der Buchenwald Grumsin im Biosphärenreservat seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Ein Trip nach Norddeutschland: Berlin – Uckermark – Ostsee

Kleine Rundreise im hohen Norden gefällig? Erst die Metropole, dann viel Natur und dann ans Meer: Zum Beispiel mit der Bahn nach Berlin und von dort aus direkt in die Uckermark. Je nach Verbindung dauert die Bahnfahrt etwa 1,5 Stunden von Berlin nach Templin oder Prenzlau. Und von Prenzlau an die Ostsee nach Stralsund gelangt man in ca. 1,5 bis 2 Stunden. Übrigens: Von Stralsund nach Bergen im Zentrum von Rügen sind es mit der Bahn nur noch 30 Minuten. Für alle, die sich die berühmten Kreidefelsen mal aus der Nähe ansehen möchten – oder Lust auf einen entspannten Strandurlaub haben.

Mehr Infos zur Uckermark findet Ihr hier.

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