Mittelalterlich moderne Entdeckungstour im Herzen Hohenlohes

Raus aus dem Alltag und rein ins Vergnügen in Schwäbisch Hall

Zunächst muss eines klargestellt werden: Schwäbisch Hall ist tatsächlich eine real existierende Stadt und nicht nur eine Bausparkasse, die mit einem lustigen Fuchs wirbt. Und diese Stadt hat so einiges zu bieten: Sie blickt auf eine 2.500-jährige Geschichte zurück, im Zentrum findet man einen der beeindruckendsten Marktplätze Deutschlands, die Kunsthalle Würth zeigt zeitgenössische Kunst internationalen Formats und im Solebad kann man im heilkräftigenden Salzwasser, welches einst zum Wohlstand des Städtchens am Kocher führte, entspannen.

Foto: Nicole Hirsch
Foto: Nicole Hirsch

Historisches Erbe hautnah erleben

Im Jahr 1156 erstmals urkundlich erwähnt, entwickelte sich Hall unter den Staufern schon bald zu einer bedeutenden Stadt, die 1280 zur Reichsstadt aufstieg. Der dort geprägte „Heller“ und das Salz, das bei der noch heute fließenden Quelle auf dem Haalplatz durch Verdampfen der Sole gewonnen wurde, trugen den Namen der Stadt in alle Lande. Resultat des damaligen Wohlstandes ist eine der schönsten historischen Altstädte Süddeutschlands. Besucher können ein eindrucksvolles, geschlossenes Stadtbild mit nahezu unverändert mittelalterlichen Gassen, zahlreichen Türmen, überdachten Holzbrücken und einer Vielzahl von Treppen entdecken. Insbesondere der Marktplatz, umrahmt von prächtigen Fachwerk-, Renaissance- und Barockgebäuden ist ein architektonisches Kleinod.

Kulturelle Highlights mit überregionaler Strahlkraft

Besucht man die schmucke Stadt im Sommer, sollte unbedingt ein Besuch der Freilichtspiele eingeplant werden. Das Besondere: Das Publikum sitzt auf dem malerischen Marktplatz vor der Kirche St. Michael und die Vorführung findet auf den 53 Stufen der imposanten Treppe statt, die als Wahrzeichen Schwäbisch Halls gilt. Das Programm wechselt jährlich und überzeugt mit einer breiten Palette, die für jeden etwas zu bieten hat: Musical-Dauerbrenner wie „Jesus Christ Superstar“ reihen sich nahtlos mit Klassikern wie „Die Räuber“ von Schiller ein. Liebhaber moderner Kunst können sich ebenso freuen: In der Kunsthalle Würth erwarten die Besucher hochkarätige Ausstellungen von international renommierten Malern wie zum Beispiel Picasso, Georg Baselitz oder Max Ernst – und das komplett kostenlos.

Entspannen und Entdecken

In Schwäbisch Hall muss man aber nicht ständig aktiv Kultur erleben: Man kann sich auch durchaus eine kleine Auszeit gönnen, durch den Stadtpark flanieren, in einem der kleinen Cafés verweilen oder im Solebad, der Wohlfühloase direkt am Fluss Kocher, dem Alltag entfliehen. 2.000 qm Wellnessfläche bieten fünf verschiedene Wasserbecken voll wohltuender Haller Sole. Für Familien mit Kindern lohnt sich zudem ein Besuch des nahegelegenen Hohenloher Freilandmuseums Wackershofen. 70 historische Gebäude aus verschiedenen Ortschaften der Region Württembergisch Franken wurden auf das landschaftlich reizvolle Gelände des Museums umgelegt. Hier können die kleinen und großen Entdecker auf Zeitreise gehen und in den Alltag unserer Vorfahren eintauchen, als es weder Strom, Telefon, Computer oder Fernsehen gab.

Weitere Infos zum vielfältigen Angebot der Mittelaltermetropole gibt es hier.

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Eine Altstadtansicht, wie man sie nicht schöner malen könnte.
Die imposante Treppe der Kirche St. Michael wird im Sommer zur Bühne für die über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Freilichtspiele.
Gegenüber der Kirche liegt das barocke Rathaus, welches eines der baulichen Highlights des historischen Marktplatzes bildet.
Die Kunsthalle Würth überzeugt nicht nur durch ihre Architektur, sondern auch durch kostenlose Ausstellungen mit weltbekannten Künstlern.
Die Comburg, ein ehemaliges Kloster der Benediktiner, thront hoch über Schwäbisch Hall.
Im Hohenloher Freilandmuseum könnt Ihr hautnah erleben, wie unsere Vorfahren ohne Strom, Internet und Telefon gelebt haben.

Fotos: Touristik und Marketing Schwäbisch Hall, Eva Maria Kraiss, Weller, Nicole Hirsch

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