Görlitz: Wo die Sonne in Deutschland zuerst aufgeht

Weißt du, in welcher deutschen Stadt die Sonne zuerst aufgeht? Im sächsischen Görlitz! Die östlichste Stadt der Republik lebt nicht nur von ihrer aufwändig restaurierten historischen Altstadt, sondern auch von ihrer Nähe zu unseren polnischen Nachbarn. Entdecke die Europastadt Görlitz/Zgorzelec auf einem Tagesausflug, oder besser noch auf einer mehrtägigen Tour. Denn zu erleben gibt es an der Lausitzer Neiße mehr als genug.

Neisseufer Görlitz
Foto: Nikolai Schmidt

Ein filmreifer Auftritt: Görlitz

Die meisten Reisenden starten ihren Spaziergang am Görlitzer Obermarkt. Mit einer Länge von 250 Metern gehört dieser zu den längsten Plätzen der Stadt, die mit ihren 4.000 Baudenkmälern gerne als größtes Flächendenkmal Deutschlands bezeichnet wird. Vom Obermarkt ist es nur ein Katzensprung zum Untermarkt, der gesäumt ist von prächtigen Handelshäusern und den charakteristischen Arkadengängen, unter denen man bei einem Kaffee herrlich verweilen kann. Hier, im Herzen der Altstadt ließ es die Filmcrew von „Goethe!“ mitten im Sommer schneien. Hier schwang sich Jackie Chan aus einem der Gebäude in den Heißluftballon, der sich „In 80 Tagen um die Welt “ bewegt. Görlitz ist „Görliwood“, denn Hollywood schwärmt von den authentischen und vielseitigen Kulissen der Stadt und ist regelmäßig hier zu Gast.

Die Stadt an der Neiße wurde von großen Kriegen weitgehend verschont. Deshalb schlendert man auf einem Stadtbummel durch eine fast originale Altstadt, die in den vergangenen beiden Jahrzehnten außerdem liebevoll restauriert wurde. Auch dank der Altstadtmillion, die ein unbekannter Spender der Stadt über 22 Jahre lang für die Sanierung zukommen ließ. Es ist das wohl berühmteste Görlitzer Märchen, aber glücklicherweise ein reales. Probier doch einmal, die einzelnen Häuser und Denkmäler in Görlitz den Epochen Gotik, Renaissance, Barock, Jugendstil und Gründerzeit zuzuordnen: Du wirst in jedem Falle fündig!

Görlitz abseits der Altstadt erkunden

Neben der vor allem am Wochenende stets gut besuchten Görlitzer Altstadt bietet Deutschlands östlichste Stadt zahlreiche versteckte, aber mindestens genauso lohnenswerte Ausflugsziele. Vor dem Restaurant Obermühle liegen bunte Bötchen bereit, um Görlitz auf eigene Faust auf dem Wasserweg kennenzulernen – genau dort also, wo sich Polen und Deutschland treffen. Aktiv unterwegs ist man auch am Berzdorfer See direkt vor den Toren der Stadt. Wandern, Radeln, Segeln ist hier möglich und natürlich kann man an den Uferstränden auch einfach nur entspannen. Fest im Blick hat man von hier aus auch eins der Wahrzeichen von Görlitz, die 420 Meter hohe Landeskrone, von der man die gesamte Stadt überblicken kann.

Beim Blick von dort oben fällt auf, wie sehr die imposante Peterskirche mit ihren beiden 84 Meter hohen Türmen das Stadtbild dominiert. Die Peterskirche, mitten in Görlitz gelegen, lohnt nicht nur wegen ihres prunkvollen Inventars und der berühmten Sonnenorgel einen längeren Besuch, sondern auch wegen ihrer sagenhaften Aussicht. Von hier genießt du hautnah und zumeist ungestört das Panorama über die beinahe unwirklich wirkende Schönheit von Görlitz.

Lerne Görlitz als Europastadt kennen

Als gäbe es auf der deutschen Seite der Neiße nicht schon genug zu sehen, lohnt auch ein Abstecher zu unseren polnischen Nachbarn. Ein kurzer Spaziergang über die Altstadtbrücke genügt. Der frühere Ostteil der Stadt Zgorzelec zählt heute über 30.000 Einwohner und hat sich zu einer jungen, dynamischen Stadt entwickelt. Am polnischen Neißeufer kannst du mit Blick auf die Peterskirche leckere Pirogen essen, das „Schlesische Himmelreich“ probieren und die Europastadt Görlitz/Zgorzelec damit auch auf kulinarische Art und Weise kennenlernen.

Wer den Görlitzer Flair erleben möchte, nimmt sich am besten zwei oder sogar drei Tage Zeit, um die zahlreichen Baudenkmäler, Museen, Kirchen, das Heilige Grab und kulinarischen Höhepunkte kennenzulernen. Und wer vor Ort besonders früh aufsteht, der kann von sich behaupten, die Sonne an diesem Tag mit als erster in Deutschland zu Gesicht bekommen zu haben…

Weitere Informationen über Deutschlands östlichste Stadt findest du hier.

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Die Berliner Straße lädt als Hauptfußgängerzone der Görlitzer Innenstadt zum ausgiebigen Flanieren und Shoppen ein.
Über die Altstadtbrücke gelangt man in wenigen Minuten bequem nach Zgorzelec.
Im Juli lockt der Schlesische Tippelmarkt mit Töpferhandwerk und anderen Bräuchen zahlreiche Besucher auf den Obermarkt.
Während des beliebten Görlitzer Altstadtfestes wird drei Tage lang gefeiert und geschlemmt.
Der Ausblick von der Peterskirche auf das Altstadtpanorama ist zu jeder Jahreszeit einmalig – natürlich auch im Winter.
Nicht weit vom Obermarkt entfernt, überzeugt der Untermarkt mit prächtigen Handelshäusern und Arkadengängen.

Fotos: Reiner Weisflog, Moritz Kertzscher, Nikolai Schmidt, Europastadt GmbH

 

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