Weihnachtsmarkt

In ganz Europa sind Weihnachtsmärkte schon seit dem späten Mittelalter in allen städtischen Gebieten Tradition – Handwerker, Fleischer und Spielzeugmacher durften zur Winterzeit ihre Waren als Weihnachtsgeschenke auf den Märkten anbieten, wo sich oft die gesamte Gemeinde traf und über das Jahr austauschte.

Heute sind Deutschlands Weihnachtsmärkte weltweit bekannte Treffpunkte zum Schlemmen und Zeit mit Freunden genießen. Wo Glühwein-Fans die schönsten Weihnachtsmärkte und das beste Unterhaltungsangebot finden, zeigt unsere kleine Übersicht zu den Hotspots der Weihnachtszeit.Deutschlands Weihnachtsmärkte

Alle Jahre wieder…

Die meisten Weihnachtsmärkte laufen während der gesamten Adventszeit und enden Heiligabend oder Neujahr. In kleineren Städten und Dörfern gibt es außerdem oft Wochenend-Märkte, auf denen Besucher ganz besondere Schätze entdecken können. Für Besucher besonders attraktiv ist die Planung – die meisten Attraktionen und Verkaufsstände sind in unmittelbarer Nähe von zentral gelegenen Bahnhöfen angesiedelt. Besuchern ist es so ein leichtes, in einer Saison gleich mehrere Weihnachtsmärkte zu besuchen oder die umliegenden Dörfer und Gemeinden zu erkunden.

Eine lange Tradition

Der Striezelmarkt wird seit Beginn des 15. Jahrhunderts auf dem Altmarkt in Dresden veranstaltet und wird als einer der ältesten Weihnachtsmärkte im deutschsprachigen Raum angesehen. Auch Leipzig, Erfurt und Chemnitz stellen mit jeweils über 200 Ständen in zentraler Lage die größten Weihnachtsmärkte im Land und ziehen jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Mit der Bahn sind die Märkte schnell und einfach erreichbar.

Auch in der Hauptstadt wächst das Angebot an Weihnachtsmärkten jährlich – über 60 Märkte in fast allen Stadtteilen begeistern besonders internationale Besucher. Auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt oder am Luisenplatz nahe dem Schloss Charlottenburg in Berlin ist das Stadtbild besonders schön und Besucher können zwischen vielen Angeboten wählen, um in Weihnachtsstimmung zu kommen.

In Westdeutschland ist das Ruhrgebiet die beste Anlaufstelle, um in der Winterzeit gesellig zu sein. Die legendären Weihnachtsmärkte in Essen, Dortmund und Duisburg können Besucher problemlos während eines Tagesausflugs durchschlendern – alle drei Städte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per PKW in unter einer Stunde erreichbar. In Köln wärmen sich Besucher aus der ganzen Welt rund um den Dom an typischen Winternaschereien oder gebratenen Pilzen.

Die ohnehin schon imposanten Stadtbilder von München und Augsburg erstrahlen in der Adventszeit in besonderem Glanz. Kleine und große Christkindlmärkte sind in München an fast jedem öffentlichen Platz zu finden – der größte Markt ist am Münchener Marienplatz angesiedelt. Kleinere Märkte spezialisieren sich auf traditionsreiche Weihnachtsangebote – auf dem Kripperlmarkt finden Bastler zum Beispiel alles für klassische Weihnachtskrippen und können kleine Köstlichkeiten naschen, während sie geschnitzte Figuren und Tiere durchstöbern.

Der Augsburger Christkindelmarkt besteht ebenfalls seit dem 15. Jahrhundert und siedelt sich rund um das Rathaus an. In der Stadt gibt es weitere kleinere Märkte wie den Weihnachtsmarkt rund um den Augsburger Hauptbahnhof, wo es vorallem deutsche Spezialitäten und klassische Handwerkskunst zu ergattern gibt. Der Christkindelmarkt ist von hier ganz einfach mit der Straßenbahn oder mit dem Bus zu erreichen.

Weihnachtsmarkt

Kleine Geheimtipps

Jeder Weihnachtsmarkt bringt seinen eigenen Charme mit sich – gerade unter den kleinen Weihnachtsmärkten gibt es deshalb besondere Schätze, die in jedem Fall einen Besuch wert sind. In Krefeld können Besucher den Linner Weihnachtsmarkt bestaunen, der sich in der ortsansässigen Burg befindet und auch thematisch an das Mittelalter angelehnt ist. Auf dem Augsburger Christkindelmarkt wird jedes Jahr eine meterhohe Weihnachtsmühle aufgestellt, die einen atmosphärischen Hintergrund für Erinnerungsfotos und Familientreffen bildet und in Deutschland einzigartig ist. Im bergischen Eisenach findet jährlich der Historische Weihnachtsmarkt auf der Wartburg statt. Hier bieten Handwerkskünstler aus ganz Europa ihre liebevoll gefertigten Waren an. Glasbläser, Kerzenzieher, Seifensieder und andere längst vergessene Berufssparten präsentieren vor der einzigartigen Kulisse der rund 1000 Jahre alten Burg ihre Kunst.

Schnell ans Ziel

Die Anfahrt zu den großen Weihnachtsmärkten in Deutschlands Metropolen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein Kinderspiel. In der Winterzeit verzichten viele lieber auf unnötige Autofahrten bei Frost und ziehen es vor, den Zug oder den Bus zu nehmen. Veranstalter von kleineren Weihnachtsmärkten bieten oft Sonderfahrten von Busbahnhöfen und zentralen Plätzen in Großstädten an, um Menschen von außerhalb den Besuch leichter zu machen. So kommt Ihr auch ohne Auto sicher ans Ziel und können nahe und ferne Städte in der Weihnachtszeit erkunden und Freunde und Familie im ganzen Land besuchen.

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Kommentare

    René

    Den Erfurter Weihnachtsmarkt kann ich nur empfehlen. Es sind nicht zu viele Menschen unterwegs, ein schöner Dom und eine gute Anbindung an den ÖNV. Vom Dom zum Bahnhof kann man auch laufen, da kommen zwischendurch auch noch en paar „Mini-Weihnachtsmärkte“. Straßenbahnfahrten sind mit den ganzen angetrunkenen „Muttis“ auch immer recht unterhaltsam.

    o/

    18/12/2017 at 11:13 am

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