Büsum an der deutschen Nordseeküste hat in den letzten Jahren an seinem Image gearbeitet: Stolz ist man vor Ort auf seinen funkelnagelneuen Klimadeich (der noch eine Erhöhung es Meerwasserspiegels vertragen würde) und die barrierefreie Strandpromenade, die ebenfalls im Zuge der Deicherrichtung vollkommen neu gestaltet wurde.

Wie schade, dass im Museumshafen nur noch etwa 20 der ehemals so zahlreich vorhandenen Krabbenkutter liegen. Sie geben ein pittoreskes Bild vor dem Leuchtturm ab. Denn Büsum, eine gute Stunde mit dem Auto von Hamburg entfernt, ist seit jeher bekannt für seine Krabbenkutter bekannt.

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Büsum an der Nordsee

Büsum - Abends an der Perlebucht

Doch der Museumshafen ist dennoch einen Besuch wert (übrigens bei jedem Wetter gibt es an der Nordsee am Hafen etwas zu schauen) – genauso wie das neu gestaltete Phänomania Museum Büsum. Das lockt vor allem dann, wenn draußen mal wieder echter Wind weht: Windstärken mit 7 Beaufort etwa. Aber wirkliche Büsum Fans kommen eben extra wegen dieses Nordseewetters an die Küste, habe ich mir sagen lassen.

Eine Besonderheit ist „Kolles alter Muschelsaal“, ein Restaurant, das für seine köstliche Hummersuppe bekannt ist. Aber auch wegen der extravaganten Deko, deren Anblick manchen schon das Essen vergessen ließ: Die Speisesäle sind voller Muscheln an den Wänden und über allen thront eine Art Madonna, die wohl einmal an einem Schiffsbug gehangen haben mag. Tut aber der guten Küche keinen Abbruch, im Gegenteil. Hummersuppe in „Kolles alter Muschelsaal“ in Büsum

Galionsfigur im Restaurant „Kolles alter Muschelsaal“ in Büsum

Wer einen wirklich schönen Tag erwischt hat, den wird es zur neuen Familienlagune, der Perlebucht – gleich beim alles dominierenden Hochhaus Büsums gelegen – hinausziehen. Und zwar zu jeder Tageszeit. Denn nicht nur die beiden Meeresbecken, sondern auch die Gastronomie und da vor allem die geniale 360 Grad Bar sind höchst einladend. Die beiden Lagunen werden zu genau nach dem Mondplan ausgeklügelten Zeitplänen monatlich neu mit frischem Meereswasser eingelassen und werden fair aufgeteilt: Eine Bucht für Familien und Badespaß, die andere fürs Bootfahren und die Kitesurfer. An die Bar oder die verlockenden Strandkörbe dürfen alle, selbstredend.

Der Zugang zur Perlebucht auf Büsum

Meerwasserbecken und Blick zum Hotel Küstenperle in Büsum

In der kleinen Einkaufsstraße in Büsum holt man sich frischen Fisch, kühles Bier, einen Eiergrog oder kauft sich einen wetterfesten Regenmantel. Wo, wenn nicht hier und wann wenn nicht heute? Von Büsum starten auch die Ausflugsboote nach Helgoland, Deutschlands einziger Hochseeinsel, die etwa mit der „Funny Girl“ in 2,5 Stunden erreichbar ist. Leuchtturm in Büsum

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