Die Hauptstadt Südkoreas ist leider nicht ganz so bekannt wie andere asiatische Metropolen. Dabei gibt es in Seoul wirklich viel zu sehen. Als wir dorthin reisten, wussten wir überhaupt nicht, was wir erwarten sollen. Vor Ort wurden wir dann mehr als positiv überrascht. Es gibt in Seoul viele Highlights, die Du nicht verpassen solltest. Paläste und Schreine als UNESCO-Weltkulturerbe, ganze Stadtviertel und die Grenze nach Nordkorea. Hier sind die Top-Sehenswürdigkeiten, die Du auf jeden Fall besuchen solltest.

Bukchon Hanok Village

Bukchon Hanok Village in SeoulWenn Du wissen willst, wie es in Seoul und ganz Korea früher einmal aussah, dann mach einfach einen Abstecher in das Bukchon Hanok Village. Als Hanok werden die traditionellen koreanischen Häuser bezeichnet, die früher das gängige Wohnhaus in Südkorea waren. In ganz Südkorea gibt es mehrere dieser sogenannten Cultural Villages, die den Touristen das alltägliche Leben unter den damaligen Umständen zeigen.

Lass Dich einfach durch die Straßen und kleinen Gassen treiben, genieße die einzigartige Atmosphäre und vielen tollen versteckten Orte.

Viele der traditionellen Hanoks dienen heute als Unterkunft. So kannst Du für eine Nacht wohnen wie damals zwischen Wänden und Böden aus Papier.

Changdeokgung Palace

Changdeokgung Palast in SeoulIn Seoul kannst Du fünf Königspaläste besichtigen. Einer dieser Paläste ist der Changdeokgung Palast, der bereits durch seine Bauwerke richtig imposant ist. Im vorderen Bereich des Areals findest Du Verwaltungsgebäude und königliche Schlafgemächer.
Das Highlight ist aber der hintere Bereich des Palasts. Dort findest Du den geheimen Garten Biwon. Und wie es sich für einen geheimen Garten gehört, kannst Du diesen Bereich nur im Rahmen einer Führung besuchen.
Früher hatte nur die königliche Familie Zugang zu diesem wunderschönen Garten. Heute kannst Du als Tourist die toll angelegte Anlage und vielen kleinen Pavillons genießen.

Gyeongbokgung Palace

Gyeonghoeru in SeoulDer Gyeongbokgung Palast ist der größte Palast Seouls. Auf dem weitläufigen Areal findest Du neben dem markanten Hauptgebäude auch wieder viele kleine Pavillons uns Gemächer. Wirklich sehenswert ist aber ein Gebäude namens Gyeonghoeru. Es wurde auf einer künstlich angelegten Insel errichtet und ist nur über eine kleine Brücke erreichbar. Touristen dürfen das Gebäude leider nicht betreten. Zu Königszeiten wurden hier rauschende Feste abgehalten.

Gwanghwamun Gate

Gwanghwamun Gate in SeoulJe nachdem über welchen Eingang Du die Anlage des Gyeongbokgung Palast betrittst, hast Du dieses Tor eventuell schon bestaunt. Das Gwanghwamun Gate ist das größte der vielen Tore auf dem Gelände. Aber hier zeigt sich der Kontrast zwischen Kultur und Moderne am stärksten, denn direkt an der Außenseite des Tors zieht der Stadtverkehr auf einer mehrspurigen Straße vorbei und Hochhäuser prägen die Gegend.
Palastwache in Gyeongbokgung, Seoul Innerhalb der Mauern scheint die Zeit still zu stehen. Das merkst Du vor allem beim Wachwechsel der königlichen Wachen. Mehrere Garnisonen der Palastwachen ziehen in nachgebildeten Uniformen über den Hof und werden lautstark von Trommeln und Muschel-Trompeten begleitet. Das Spektakel dauert etwa 15 Minuten und es wirkt sehr authentisch – wenn nicht einige Darsteller im Eifer des Gefechts ihre aufgeklebten Bärte verlieren würden.

Tipp für preisbewusste Tempel-Touristen: Der Kombi-Pass

Wenn Du schon vorher weißt, dass Du alle fünf Tempel in Seoul besuchen möchtest, dann kauf Dir gleich beim ersten Tempel den Kombi-Pass für alle Fünf. Beim Preis von 10.000 WON (etwa 8 €) sparst Du Dir im Vergleich zu den einzelnen Tickets 4.000 WON (ca. 3,20 €)

N Seoul Tower

Namsan Tower in SeoulMit seinen knapp 240 Metern Höhe ist der Fernsehturm N Seoul Tower aus der ganzen Stadt zu sehen. Der Ausblick von der öffentlich zugänglichen Besucherplattform ist also entsprechend atemberaubend. Die obere der beiden Aussichtsplattformen liegt auf einer Höhe von etwa 140 Metern Höhe, aber nichtsdestotrotz liegt Dir von dort oben Seoul wirklich zu Füßen und Du hast einen wunderbaren Ausblick.

Seoul Cityscape

Seouls grüne Downtown-Oase: Cheonggyecheon Stream

Cheonggyecheon Stream in SeoulFoto Credit: Doug Sun Beams

Früher mal Stadtautobahn, heute eine grüne Oase mitten in der Stadt. Kluge Menschen in der Stadtverwaltung haben eine häßliche und viele befahrene Hochstraße abreißen und durch einen Fluß mit viel Grün ersetzen lassen. Auf zehn Kilometern Länge und einige Meter unterhalb der umliegenden Straßen zieht sich ein gemächlich dahin plätschender Fluß durch das Stadtzentrum. Die vielen Bänke sind ideal zum verschnaufen und Beobachten der Vögel.
Nach dem Vorbild des New Yorker Highline Parks wurde 2017 auch in Seoul ein ähnliches Projekt für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unter dem Namen Seoullo 7017 (서울로 7017) wurde eine ehemalige Hochstraße umgewidmet und dient jetzt als Park über den Straßen Seouls.

Seouls Viertel: Gangnam

Gangnam in SeoulFoto Credit: Arne Hendriks

Spätestens seit dem unglaublich erfolgreichen Welthit des Sängers Psy kennt wohl jeder das Viertel Gangnam. Es ist das exklusive Geschäfts- und Ausgehviertel der Stadt, aber nicht unbedingt wirklich interessant.

Seouls Studentenviertel Hongdae

Studentenviertel Hongdae in Seoul

Foto Credit: Aleksandr Zykov

Wirklich interessant geht es in dem quirligen Studentenviertel Hongdae zu. Vor allem an den Abenden und am Wochenenden sind hier Massen junger Leute unterwegs, die zwischen Bars, Karaoke-Clubs, Diskos. Open-Air-Konzerten und Restaurants pendeln.
Wenn Du an einem Freitag abend in Seoul feiern gehen möchtet, dann ist Hongdae genau Deine Gegend.

Shopping und Essen in Myeongdong

Myeongdong in SeoulFreunde des Shoppings und der kulinarischen Genüsse kommen in Myeongdong voll auf ihre Kosten. In den Straßen zwischen den Malls, Shopping Centern und kleinen Boutiquen werden mit Einbruch der Dunkelheit die unterschiedlichsten Essensstände aufgebaut. Es gibt hier für jeden Geschmack das Passende. Allgegenwärtig ist hier der obligatorische Fish Cake (eine Art Krokette aus Fischfilet) in den unterschiedlichsten Varianten, aber auch an Süßem mangelt es hier auf keinen Fall.

Tagesausflug nach Nordkorea

DMZ in NordkoreaSüdkoreas Hauptstadt Seoul liegt nur etwa 60 Kilometer von der schwer bewachten Grenze zu Nordkorea entfernt. Im Rahmen einer geführten Tagestour kannst Du die Gegend in der sogenannten DMZ (Demilitarisierten Zone) besuchen und einiges über die beiden Länder erfahren, die offiziell noch im Krieg miteinander sind und nur einen Waffenstillstand vereinbart haben.

Highlight ist ein Besuch der weltbekannten blauen Häuser in der sogenannten Joint Security Area. Die Häuser stehen zur Hälfte je in Nord- und Südkorea und in den Häuser kannst Du ungestraft ein paar Schritte nach Nordkorea machen. Vor dem Fenster der Häuser siehst Du die Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Hier besteht sie nur aus einem etwa zehn Zentimeter hohen “Bordstein” – im Norden umgeben von feinem Kies, im Süden von grobem Kies. Unglaublich, dass das eine der am schärfsten bewachten Grenzen der Welt ist.

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