Mosambik ist bisher noch kein typisches und viel frequentiertes Reiseziel. Erst in den letzten Jahren hat sich langsam eine touristische Infrastruktur entwickelt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es hier nicht viel zu sehen und zu erleben gibt, sondern, dass man hier einfach ungestörter und fernab großer Touristenströme ein Land in seiner ganzen Schönheit erfahren kann. Besonders reizvolle Reiseziele sind der Gorongosa Nationalpark im Norden Mosambiks, der von den sechs Nationalparks der größte und artenreichste ist und Ponta d‘Ouro, ein Tauch- und Surfparadies etwa 120 km südlich der Hauptstadt Maputo. Außerdem lädt die über Fähre oder Flugzeug erreichbare traumhafte Insel Ilha da Inhaca mit ihrer unberührten Vegetation und artenreichen Meeresfauna zum Tauchen und Schnorcheln ein.

Für diese Reiseziele sollte man von Maputo aus mehrere Tage einplanen, da ihre Entfernungen und die zum Teil schlechten Zustände der Straßen eine gewisse Anfahrtszeit mit sich bringen. Verschiedene Anbieter bieten daher auch Ausflüge in den nahe gelegenen Krüger Nationalpark im benachbarten Südafrika an. Doch auch in Maputo selbst gibt es einige interessante Sehenswürdigkeiten, wie z. B. den alten Bahnhof und die portugiesische Festung ‚Nossa Senhora da Conceiao‘, die Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Die Hauptstadt blickt auf eine britisch und vor allem portugiesisch geprägte Kolonialgeschichte zurück. Hiervon zeugen auch die prächtige koloniale Architektur und die breiten Straßen (Avenidas). Maputo bietet ein reges kulturelles Leben mit einem überschaubaren aber bunten Nachtleben und zahlreiche günstige Einkaufsmöglichkeiten.

Wer von Maputo aus eine Safari plant und nicht genug Zeit hat, um in den sehr weit entfernten Gorongosa Nationalpark zu fahren, dem sei der berühmte Krüger Nationalpark im benachbarten Südafrika wärmstens zu empfehlen. Von Maputo aus dauert die Fahrt dorthin nur knapp 2 Stunden. Zahlreiche Anbieter operieren von Maputo und Johannesburg aus und bieten einen im Preis inbegriffenen Abholservice an. Der Krüger Nationalpark ist das größte Wildschutzgebiet Südafrikas und umfasst eine Fläche von 20.000 Quadratkilometern.

Eine zweitägige Safari-Tour inklusive Transfer und einer Übernachtung im Restcamp (mit Klimaanlage, Strom und Frühstück) kostet ca. 270 Euro. Fahrten im offenen Safari-Fahrzeug sind besonders empfehlenswert, da man hier einen offenen Rundumblick hat und etwas erhöht sitzt. Angst braucht man keine zu haben, denn so lange man im Wagen bleibt, nehmen die Tiere die Insassen nicht als Individuen war, sondern sehen nur das Fahrzeug als großes Ganzes. Mit einer Actionacamera wie der Garmin VIRB kann man vom Wagen aus lebendige und hochqualitative HD-Aufnahmen machen. Wer im Krüger Park unterwegs ist, wird mit großer Wahrscheinlichkeit die ‚Big Five‘ der afrikanischen Tierwelt bewundern können, den Elefanten, den Büffel, das Breitmaulnashorn, den Löwen und mit etwas Glück auch den Leoparden. Besonders die Elefanten sind mit ihren Jungtieren häufig direkt an den Wegen anzutreffen. Nilpferde und Krokodile finden sich entlang der Wasserlöcher und Flussläufe.

Zebras, Gnus, Giraffen und Antilopen wie Impalas, Kudus und Nyalas sind überall zahlreich vertreten. An den Wasserlöchern versammeln sich insbesondere in der Trockenzeit die Tiere, um zu trinken und sich zu erfrischen. Ein längeres Verweilen ist daher empfehlenswert. Hier kann man besonders in den frühen Morgenstunden und zum Sonnenuntergang Raubtiere wie Löwen beobachten. Mein besonderes Highlight der Tour war eine junge Tüpfelhyäne, die am Wegesrand gemütlich und faul in der Sonne lag. Der Krüger Nationalpark hat mich verzaubert mit seiner atemberaubenden Tierwelt!

 

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