Text von Josie Sampson

Wenn Ihr Euch im Winter nach etwas Sonne sehnt (zusammen mit Surfen und Entspannung), müsst Ihr von Europa aus gar nicht so weit reisen, wie Ihr vielleicht denkt. Taghazout in Marokko liegt weniger als eine Stunde Autofahrt nördlich des Flughafens Agadir und hat sich zum Surfspot Nummer 1 des Landes gemausert, was angesichts seines Klimas, das während des ganzen kalten europäischen Winters warm und sonnig ist, auch kein Wunder ist. Dieses kleine Fischerdorf lockt mit einer entspannten Atmosphäre. Große Hotels gibt es hier nicht, aber viele Apartments und Pensionen bieten den Surfern, die sich nach der Vorhersage für Atlantikstürme richten und den perfekten Surfzeitpunkt abpassen, eine bequeme Unterkunft.

Taghazout eignet sich perfekt für einen Winter- oder Frühlingsurlaub, ganz gleich, ob Ihr Euch im Surfen probieren oder nur den Ausblick auf das Meer mit seinen sanften Wellen genießen wollt. Es gibt mehrere Strände, die zu Fuß zu erreichen sind, sowie eine ganze Reihe Cafés und Restaurants am Wasser, in denen Ihr bei einem Glas frisch gepresstem Orangensaft oder einem süßen Minztee entspannen könnt. Außerdem könnt Ihr hier Yogaunterricht nehmen – viele Surfer machen Yoga, um die Rumpfmuskulatur zu stärken und gelenkig zu bleiben, bevor sie sich in die Wellen stürzen. Auf der Hauptstraße durch das Städtchen findet Ihr viele kleine Lebensmittelgeschäfte und Restaurants sowie Souvenir- und Surfshops, in denen Ihr alles Notwendige bekommt und sogar Surfunterricht buchen könnt.

Marokko, Afrika

Der Surfunterricht für Anfänger findet meist am langen, offenen Panoramastrand statt. Direkt darüber findet Ihr einen bei marokkanischen Familien beliebten Parkplatz, die sich hier an den Wochenenden treffen. Die Einheimischen schwimmen nicht so viel wie die Besucher, vor allem in den Wintermonaten, doch Ihr werdet Jungen beim Fußballspielen und Familien beim Spazierengehen beobachten können. Die Anfänger beginnen ihren Surfunterricht in kleinen Gruppen nahe der Küste und schaffen es, ein paar Sekunden stehenzubleiben, bevor sie ins Wasser purzeln. Die besseren Surfer sind weiter draußen zu finden und zeigen ein paar Kurven auf den Wellen, bevor sie herunterfallen. Am Strand gibt es auch Kamele, auf denen Ihr reiten könnt – ein wunderbares Fotomotiv für den ganz besonderen Schnappschuss Eures Marokko-Urlaubs.

Direkt hinter der Landspitze liegt der sichelförmige Stadtstrand, an dem die blau gestrichenen Fischerboote an Land gezogen werden, die Möwen auf den Wogen treiben und einige Stände den frisch gefangenen Fisch verkaufen, wenn den Fischern das Glück hold war. Entlang des Streifens laden Cafés zum Entspannen ein. Zu ihnen zählt das beliebte l’Auberge, das auch Zimmer vermietet und europäisch-marokkanische Café-Speisen serviert. Wir haben uns auch einen frisch gepressten Saft von der Strandbar nebenan gegönnt und uns in Sonia’s Café mit Blick auf die Surfer einen marokkanischen Salat schmecken lassen. Über den gepflasterten Pfad, der an der Strandpromenade verläuft, kommt Ihr zu Surf Berbere, wo Ihr ebenfalls Essen und Snack erstehen und an einer Yogastunde auf der Dachterrasse teilnehmen könnt.

Dieser Küstenabschnitt ist sehr felsig, bei begeisterten Surfern, die in den Apartments entlang des Strandes übernachten und bei guten Surfbedingungen morgens und abends herauskommen, aber besonders beliebt. Eine kurze Fahrt oder einen längeren Spaziergang entfernt liegt Anchor Point, wo die großen Wellen für die erfahrenen Surfer tosen, doch auch Anfängern und Surfmuffeln macht es Spaß, den Profis von den Felsen aus zuzusehen.

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