Die am Indischen Ozean liegende Metropole Durban ist mit ihren über 3 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Südafrikas nach Johannesburg und Kapstadt und bietet vielfältige Shopping- und Freizeitangebote.

Entlang der ‚Golden Mile‘ Strandpromenade findet man zahlreiche Hotels, Bars und Restaurants. Der breite Sandstrand scheint endlos und lädt dank des subtropischen Klimas ganzjährig zum Baden ein. Auch für Surfer ist dieser mit Hainetzen gesicherte Strand ein beliebter Spot.

Hier findet man auch den ‚Ushaka Marine Komplex‘, einen kleinen Freizeitpark, der neben Shops, Bars, Restaurants, einem Tauchzentrum und einem Abenteuerspielplatz für Kinder auch das fünft größte Aquarium der Welt beherbergt, in dem verschiedene Erlebnisaktivitäten angeboten werden. Es besteht aus 32 Großaquarien, in denen zahlreiche heimische Meerestiere, unter anderem auch Haie, Rochen und Delphine leben.

In den Restaurants kann man heimische Fisch- und Fleischgerichte genießen und erhält häufig ein unterhaltsames Tanz- und Gesangsentertainment. Viele Speisen sind indischer Herkunft und dies ist kein Zufall, denn Durban ist die Stadt mit dem größten Bevölkerungsanteil indischer Abstammung außerhalb Indiens.  Die meisten ihrer Vorfahren wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts als Vertragsarbeiter für die Zuckerrohrfelder nach Südafrika geholt. Heute tragen sie wesentlich zum Erscheinungsbild und kulturellen Flair der Stadt bei.

Wer das wahre, ungeschminkte Durban kennenlernen möchte, das quirlige Stadtleben und das herrlich geordnete Durcheinander einer afrikanischen Großstadt, der wird sich im Viertel entlang der Victoria Street im Herzen der Stadt so richtig wohlfühlen. Hier ist es lebendig und voll, die zahlreichen kleinen Läden und Schnellimbisse wachsen aus ihren Eingängen hinaus bis auf die Fußgängerwege. Fliegende Händler preisen ihre Waren auf den letzten noch verfügbaren Quadratzentimetern an.

Der indische Einfluss ist hier besonders spürbar. In einer überdachten Markthalle an der Kreuzung Victoria Street und Queen Street befindet sich der Victoria Street Market, der Nachfolger des berühmten alten Indian Market, der 1973 abgebrannt war und 1980 unter einem neuen Namen wieder aufgerichtet wurde.  Sein indisches Flair hat er jedoch behalten. Hier werden indische, aber auch afrikanische und chinesische Waren angeboten, insbesondere Kunsthandwerk und jede Menge orientalische Gewürze, die künstlerisch in Szene gesetzt sind.

Die Händler lassen Besucher hier gerne riechen, probieren und schmecken, doch man sollte sich auf feurig scharfe Gewürzmischungen gefasst machen. Nicht umsonst tragen die Mischungen Namen wie ‚Mother-in-law exterminator‘. Der Markt ist werktags von 8 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10-16 Uhr geöffnet. Direkt neben dem Kunstmarkt gibt es eine weitere Halle, in der Fisch und Fleisch verkauft werden. Auch hier findet man so manche für europäische Gewohnheiten kuriose Fleischspezialitäten wie Schafsköpfe und Ziegenmägen. Die freundlichen Standbesitzer plaudern gerne und haben so manche spannende Geschichte über das Alltagsgeschehen des Marktes auf Lager.

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