Marokko

Marokko ist ein Schmelztiegel arabischer Kultur in Nordafrika. Schon die Römer haben das fruchtbare Land im Norden bevölkert und Ackerbau betrieben. Die vier Königsstädte (Rabat, Meknès, Fès und Marrakesch) hingegen erzählen Geschichten von kühlen Herrschern.

Aber auch für Aktivurlauber ist Marokko interessant. Im Winter kann man im Altlasgebirge Ski fahren. Immerhin ist der höchste Berg Nordafrikas, der Jbel Toubkal ganze 4.167m hoch. Surfer finden an der Küste unzählige Surfspots und auch Kite-Surfer kommen auf ihre Kosten. Weiter südlich vom Atlas findet man die ersten Ausläufer der Sahara. Rund um Erfoud wachsen in Oasen wunderbare Datteln, die Sanddünen bei Merzouga bieten sich für erste Wüstenexkursionen an. Die unglaubliche Vielfalt Marokkos lädt zum Entdecken ein:

1. In einem Riad wohnen

Wer nach Marrakesch oder Fés fliegt, sollte sich auf alle Fälle ein, zwei Nächte in einem Riad einquartieren. Die typisch Marokkanischen Paläste in der Medina (Altstadt), haben stets einen begrünten Innenhof mit Brunnen. Früher wurden Riads von Großfamilien gemeinsam bewohnt, heute sind viele zu Hotels umgebaut worden. Das Gefühl morgens seinen Kaffee unter einem blühendem Orangenbaum im Innenhof einzunehmen, oder abends die letzten Sonnenstrahlen am Dach des Hotels zu genießen, ist einmalig.

Tür in Marokko

2. In einer Kasbah übernachten

Mindestens genauso einzigartig ist eine Nacht in einer Kasbah. Die traditionellen Bauten, sind in allen Maghreb-Staaten üblich, in Marokko findet man sie vorallem rund um Aït Benhaddou oder Tizourgane. Erstes ist übrigens als Filmstadt bekannt, hier wurden und werden afrikanische und internationale Produktionen gefilmt. In einer schön renovierten Kasbah fühlt man sich mindestens genauso nobel wie ein Filmstar in Nordafrika. Die Bauten werden aus Stampflehm gebaut und sind nach Regengüssen oft renovierungsbedürftig.

Mehr zu Aït Benhaddou könnt Ihr hier nachlesen: Das Hollywood Marokkos: Aït-Ben-Haddou und Ouarzazate.

Kasbah in Marokko

3. In der Wüste wandern

Zu einem der Highlights einer jeder Marokkoreise zählt sicherlich ein Ausflug in der Wüste. Erg Chebbi bei Merzouga hat die höchsten Sanddünen, bis zu 250m hoch werden sie vom Wind geformt. Wer ruhig ist, kann die Wüste zu einem sprechen hören. Oder zumindest ging es vielen Religionsgründern irgendwann in ihrem Leben mal so. Wer durch die Wüste stapft wird jeden Wüstenroman besser nachempfinden können. Die unglaubliche Trockenheit in der Kehle, die Hitze der prallen Sonne und das Schnaufen der Kamele geben den Ton an. Währenddessen rauscht der Wind über die Dünen und nimmt mit jeden Zug ein wenig Sand mit, ein Souvenir das man übrigens ob man will oder nicht, garantiert aus der Wüste mitnimmt.

Wüstenkarawane in Marokko

4. In Marrakesch zum Garten-Fan werden

Marrakesch ist eine mittlerweile recht touristische Stadt, doch das hat auch seine Vorteile. Zum Beispiel gibt es hier mehrere wunderschöne Gärten, die auch für Touristen zugänglich sind. Allen voran wohl der „Jardin Majorelle“, der vom französischen Künstler Jacques Majorelle um 1923 angelegt wurde und später von Yves Saint Laurent gekauft.

Tipp: Seit 2017 gibt es neben dem Garten ein neues Yves Saint Laurent Museum! Auch sehenswert ist der etwas weiter vom Stadtkern gelegene Garten des österreichischen Künstlers André Heller, der nebenan ein Privathaus besitzt.Jardin Marjorelle in Marrakesch

5. Am Markt auf Arabisch handeln

Shoppen ist in Marokko unweigerlich eine Herausforderung. Das ständige Verhandeln ist ein Spiel, das von den Marokkanern perfektioniert wurde. Als Tourist zeigt man am besten dezent Interesse. Nachdem der erste, vermutlich unverschämt hohe, Preis gefallen ist sagt man solange nichts, bis der Preis von alleine sinkt. Wenn es Zeit ist selbst einen Preis zu nennen, bloß nicht zu hoch ansetzen! Im Vorteil ist klar jeder der die wichtigsten Zahlen auf Arabisch beherrscht. Der Lohn für die Mühen? Wunderschöne Keramikschalen um ein paar Euro, bunte Lederschuhe für ein paar Euro mehr und vielleicht sogar ein neuer Teppich fürs Wohnzimmer.

Mehr zu Shopping in Marrakesch findet Ihr in unserem Markt- und Einkaufsführer Marrakesch.

Teppiche auf dem Markt in Marokko

6. Frischen Orangensaft trinken

Ihr mögt Orangensaft? Dann macht Euch auf ein Erlebnis gefasst: in Marokko werden ausschließlich frische, reife Orangen zu Saft gepresst. Und das schmeckt mild und fruchtig, eine unwiderstehliche Kombination. Für umgerechnet 40 Cent seid Ihr mit einem Becher Orangensaft am Gauklerplatz in Marrakesch im Geschäft. Und handeln muss man hier ausnahmsweise auch nicht.

Orangenstand in Marrakesch

7. Täglich eine Tajine essen

Das Nationalgericht der Marokkaner kommt aus einem Tontopf. Darin wird Gemüse und Fleisch gewürzt und gestapelt. Im eigenen Sud zieht das ganze eine Zeit lang über den heißen Kohlen. Gesund ist die Kost und jedes Mal ein wenig anders. Besonders gut schmeckt die Kombi mit Hühnerfleisch und eingelegten Zitronen. Oder wie wäre es mit Zucchini, Karotten, Feigen und Schaffleisch? Oder eine Kombination aus Rindfleisch und karamellisierten Zwiebeln mit Mandeln?

Traditionelles marokkanisches Gericht - Tajine

8. Alkohol Detox

In Marokko ist vieles verboten. Solange man es hinter verschlossenen Türen tut und nicht darüber spricht, ist allerdings erstaunlich viel möglich. Soweit die Theorie. Als Tourist ist es eigentlich recht einfach doch hin und wieder ein Bier serviert zu bekommen, schließlich haben einige Restaurants und Bars Alkohollizenzen. Marokko selbst produziert sogar eigenes Bier und eigene Weine, wobei man sich hier lieber an die roten hält. Auch der Rose schmeckt gut, beim Weißwein müssen sie noch ein wenig üben um an europäische Qualität ranzukommen. Nun ja, trotz Verfügbarkeit bietet sich eine Alkoholpause im Urlaub an. Stattdessen trinkt man Minztee, Zitroneneisenkraut Tee (Luisa) oder wie bereits erwähnt, das vermutlich beste aller Getränke: frischer Orangensaft.

Frischer Minztee in Marokko
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